Maskenball hat zwei Nachspiele

Ober-Roden (lö) - Das Chaos beim „Towabo“-Maskenball hat ein juristisches und ein politisches Nachspiel. Die Polizei in Dietzenbach (06074 837-0) sucht Zeugen einer Schlägerei mit mehreren Verletzten.

Am Bahnhof hatten frustrierte Besucher der völlig überfüllten Fastnachtsveranstaltung aufeinander eingedroschen.

Seit dem Wochenende sitzt ein 20-jähriger Rödermärker in einer Wiesbadener Haftanstalt. Der junge Mann war bereits an Fastnacht ins Visier der Ermittler geraten; als er dann jedoch nochmals einen der seinerzeit Beteiligten massiv anging, beantragte die Staatsanwaltschaft beim Darmstädter Amtsgericht Haftbefehl gegen ihn. Die Polizei macht den 20-Jährigen auch für einen Raubüberfall verantwortlich.

Wegen der Schlägerei am frühen Morgen des Faschingssonntags hat die Polizei noch einige offene Fragen. Die Beamten bitten zur Klärung des Ganzen Zeugen wie etwa Taxi- und Busfahrer oder S-Bahn-Benutzer, die noch nicht mit der Polizei gesprochen haben, um einen Anruf bei der Wache in Dietzenbach.

CDU/AL-Koalition will Hintergründe beleuchten

Die CDU/AL-Koalition will in der Sozialausschuss-Sitzung am 13. März die Hintergründe beleuchten. Der Magistrat soll berichten, ob die Stadt als Vermieter der Kulturhalle vom Veranstalter, dem FC Germania Ober-Roden, ein Sicherheitskonzept verlangt hat und ob dies auch umgesetzt wurde. CDU und AL wollen außerdem klären lassen, für wie viele Personen die Kulturhalle zugelassen ist, wieviel Eintrittskarten offiziell verkauft wurden und wie viele Menschen zum Maskenball wollten.

Die Polizei hatte die Kulturhalle am 18. Februar gegen 23 Uhr abgeriegelt, weil sie eine Panik unter den vielen Menschen befürchtete, die trotz Eintrittskarte nicht hinein durften.

Quelle: op-online.de

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