Mehr als 1000 Hoffnungsfunken

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Johannes Meyer (links) von den Maltesern half ehrenamtlich bei der Blutabnahme wie hier bei Hans-Jörg Fritsch mit. Der Spender ist Arbeitskollege von Michelle Schneiders Vater.

Ober-Roden - (chz) Lange Schlangen standen am Sonntag schon vor 11 Uhr vor der Halle der Turngemeinde Ober-Roden: Freunde und Bekannte und der ganze Verein im Hintergrund hatten gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz zur Typisierungsaktion für die leukämiekranke Michelle Schneider eingeladen, und die Menschen kamen in Scharen - 1005 in rund fünf Stunden.

Um 15.15 Uhr, als die Aktion längst beendet sein sollte, stand immer noch eine Vielzahl von Menschen am Eingang zu den Anmeldetischen, wo sie ihre Bereitschaftserklärung ausfüllen konnten und anschließend mit einem kleinen Pieks von den Helfern zur Ader gelassen wurden. Vorbei am Stand, wo kräftigende Süßigkeiten verteilt wurden, blieben viele der Spender noch auf der Terrasse der TG sitzen und schauten bei Bratwurst oder Kuchen den laufenden Fußballspielen zu oder unterhielten sich. Die Turngemeinde engagiert sich schon seit Wochen unermüdlich, weil das schwerkranke Kind in seinen Majoretten-Gruppen tanzt.

Die Motivation zum Helfen war bei allen gleich, die Anstöße waren unterschiedlich: Unterrichtet von Presse, Plakaten, Handzetteln oder ganz kurzfristig beim 24-Stunden-Lauf kamen die Einen in die Turnhalle. Arbeitskollegen des Vaters der siebenjährigen Michelle oder Vereinskolleginnen bildeten die andere große Gruppe. Jeder Einzelne verband mit seiner Spende die Hoffnung auf eine möglichst weitgehende Übereinstimmung seiner Blutproben mit jener von Michelle.

Selbst Wolfgang Müller vom DRK-Kreisverband füllte etwa eine halbe Stunde nach Ende der Aktion noch seine Anmeldung aus. „Ich hatte bisher immer keine Zeit dazu, aber jetzt beteilige ich mich auch noch“, sagte er. Ständig mit wachem Auge dabei war auch Sigrid Zoeller, die Leiterin der Fremdspenderdatei des DRK-Blutspendedienstes Hessen - sie koordinierte unter ärztlicher Begleitung den Einsatz der zahllosen freiwilligen Helfer - Arzthelferinnen wie medizinisch-technischen Assistenten.

Der große Erfolg drückt sich zunächst einmal in einer Zahl aus: 1005 kleine Blutproben bedeuten nicht nur für Michelle Schneider, sondern für alle Knochenmarkserkrankten neue Hoffnung, dass der richtige Spender dabei ist.

Quelle: op-online.de

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