Der Mensch steht im Mittelpunkt

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Stefan Santner (rechts) und Florian Tischler – zwei junge Männer, die sich entschieden haben, in den beiden evangelischen Kirchengemeinden in Urberach und Ober-Roden ein Jahr lang freiwilligen sozialen Dienst zu leisten.

Rödermark ‐ In beiden evangelischen Kirchengemeinden in Rödermark leisten junge Männer ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) ab. Stefan Santner und Florian Tischler haben sich für einen Dienst entschieden, der mehr Zeit in Anspruch nimmt als der Wehr- oder Zivildienst. Von Christine Ziesecke

Die evangelische Kirchengemeinde Ober-Roden und die Petrusgemeinde Urberach schätzen sich glücklich, wieder zwei junge Männer in ihren Reihen zu haben, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) ableisten: Stefan Santner (20) und Florian Tischler (21).

Für den Ober-Röder Florian Tischler stand das schon lange fest – eigentlich wollte er als leidenschaftlicher Theaterspieler ein Freiwilliges Kulturelles Jahr machen, doch nun hat es sich anders ergeben. Der Urberacher Stefan Santner hingegen nutzt die Zeit, um in Ruhe über seine Zukunft nachzudenken. Sein Leistungskurs Chemie hatte ihn enttäuscht, nun denkt der Mathefan um und tendiert derzeit Richtung Tourismus oder Erlebnispädagogik. „Das hat alles mit Menschen zu tun - ich kann mir keine Bürotätigkeiten vorstellen.“

Umtriebig sind auch seine Hobbys Hallenklettern und Radfahren sowie die Jugendarbeit in der Petrusgemeinde, die er seit seiner Konfirmation betreibt. „Nun werden es oft Senioren sein, Menschen, die Hilfe brauchen und dafür auch dankbar sind. Ich möchte besser darauf eingehen lernen, was Menschen von mir erwarten“, nennt er einen zentralen Aspekt seines FSJ.

Auch für Florian Tischler ist der Menschenbezug wichtig: „Es ist eine willkommene Abwechslung zum bloßen theoretischen Lernen und Zuhören; ich möchte meine sozialen Kompetenzen ausloten und interessante neue Erfahrungen machen.“ Er war lange Jahre Messdiener und Küster in St. Nazarius, und wenn er nicht Theater spielt, kocht er gerne. Beide arbeiten zwar für getrennte Gemeinde, aber auch häufig zusammen, etwa bei den Fahrdiensten für die Demenzbetreuung „Leuchtturm“ oder auch in der pädagogischen Arbeit, etwa bei den Konfirmanden.

Quelle: op-online.de

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