Spenden werden gesammelt

An Michaelskapelle bröckelt der Putz

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Die Michaelskapelle war eine Station der Fronleichnamsprozession. Die Kapelle ist sanierungsbedürftig.

Ober-Roden - Die Nazariuskirche in Ober-Roden war in ihrer Dominanz auch das Zentrum des Fronleichnamtages.

An ihr endete traditionell die Prozession, doch erstmals begann sie mit einem Gottesdienst an der Friedhofshalle - von einigen Gemeindegliedern anfangs eher kritisch gesehen, später aber für gut befunden. Der Hintergrund: die anschließende Prozession führte als erstes zur Michaelskapelle, dem ältesten kirchlichen-Kleinod in der Stadt, die in diesem Jahr ihren 150. Geburtstag feiert. Die Kapelle ist dem heiligen Michael gewidmet, 1889 stiftete eine Ober-Rodener Familie eine Statue der Mutter Gottes. Dies veranlasste den damaligen Pfarrer Dockendorff, mit Spenden aus verschiedenen Quellen die Michaelskapelle im Stil einer Mariengrotte - ähnlich der Kapelle in Lourdes - ausbauen zu lassen.

Doch heute steht die Madonna in einem äußerlich wie bautechnisch hinfälligen Oval und braucht Beistand – sie ist mit ihrer Kapelle dringend renovierungsbedürftig. Exakt 150 Jahre nach der Weihe des kleinen Gotteshauses steht es um dessen bauliche Substanz nicht zum Besten. Der Außenputz (Sockel) muss erneuert werden, der Fußboden renoviert, die –Fenster brauchen Pflege. Eine Investition, die den Bestand des Gebäudes sichert, ist dringend vonnöten. In drei Kollekten hat die Nazariusgemeinde bisher 1785 Euro für die Renovierung der Kapelle gesammelt - dazu kommen Spenden auf städtische Konten.

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Da der sakrale Bau auf dem Friedhof auf städtischem Grund steht, bittet auch die Kommune um Spenden für die Pflege eines außergewöhnlichen Zeugnisses der Volksfrömmigkeit im 19. Jahrhundert. Für die Instandsetzung werden bis zu 25.000 Euro veranschlagt. Bei der Sparkasse Dieburg hat die Stadt ein Spendenkonto eingerichtet. Nähere Infos gibt Simone Jäger, 06074/911861. 

chz

Quelle: op-online.de

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