Markttage

„Midde noi“ an weiß gedeckten Tischen

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Kostenlos putzte ein Schuhputzer den Besuchern wie hier Reinhold Rüger die Fußbekleidung. Dabei wusste er viel zu erzählen.

Ober-Roden - Markttage sind der Beitrag des Einzelhandels zu einer lebendigen und effektiven Wirtschaftsförderung und einem nachhaltigen Standortmarketing für die Stadt und ihre Bürger.

Zwar eröffneten die Bläser des Musikvereins 03 Ober-Roden den Markttag „Midde noi“ am Samstag Mittag auf dem Ober-Röder Marktplatz, doch ein kleiner Paukenschlag war auch dabei: In seiner Begrüßung eröffnete Karlheinz Hitzel, Vorsitzender des Ober-Röder Fachhandels FHO, der großteils überraschten örtlichen Prominenz aus Handel und Politik, dass dies sein letzter Markttag als Organisator sei. Schon beim Adventsmarkt hoffe er einen geeigneten und kreativen Nachfolger einzuarbeiten. Mit seinem Abgang wird sich voraussichtlich auch der FHO auflösen und damit den Weg ebnen für einen alleinigen Gewerbeverein Rödermark – ein Schritt, der in Urberach indirekt bereits getan wurde.

Wohl niemand, der Hitzel kennt, konnte ihm dieses Zurückziehen nach 30 arbeitsreichen Jahren übel nehmen. Es bleibt abzuwarten, wie Ober-Rodens Fachhandel darauf reagieren wird, der die Markttage doch immer in emsigen und vor allem erfahrenen Händen wusste.

Impressionen von „Middeo noi“

Markttage „Midde noi“

33 Jahre Markttage an diesem neu gestalteten Platz, begleitet von den 03ern - Bürgermeister Roland Kern schwelgte in den gegebenen Zahlen, zu denen nun noch die 30-jährige Arbeit von Karlheinz Hitzel dazukam, „an diesem Ort, der schöner ist als vor 33 Jahren“. Das bescheinigte auch Peter Montwé, der den Markttag in Vertretung des Gewebevereinsvorsitzenden Manfred Rädlein eröffnete, der beruflich in China weilt.

Die Besucher des Midde-noi-Fests ließ das alles ziemlich kalt. Sie genossen das wunderbare Wetter, kamen zwar erst zögerlich, doch dann in Scharen und nutzten die weiß eingedeckte Fressmeile redlich. Überall duftete es nach internationaler Küche, niemand musste verdursten und auch die auf die Straße verlagerten Angebote der Geschäfte am Rand der Meile lockten mit vielen Prozenten und attraktiven Angeboten. Viele Vereine beteiligten sich, auch die Psychosoziale Beratungsstelle „Brücke“ warb für die Aufgaben der Diakonie. Ein Schutzputzer sorgte kostenlos für glänzendes Schuhwerk.

Im Hof eines alten Hauses in der Frankfurter Straße nutzten vor allem Kinder das kunterbunte Flohmarkt-Angebot, während Hobbymalerin Angelika Schrod einige ihrer Bilder zugunsten der „Spendenaktion für Ayleen“ verkaufte.

Vor allem kleine Kinder fühlten sich in der Bimmelbahn wohl, die vor der Nazariuskirche ihre Runden drehte, oder schwangen sich auf die bunten Tiere des Kinderkarussells.

Musikalisch sorgten „VIP 4 Fun“, „Toni & Mimo“ sowie die örtlichen Musikvereine für die richtigen Rhythmen im Ortskern.

Am Sonntag ging das gesellige Spektakel mit einem verkaufsoffenen Sonntag weiter und zog erneut viele Besucher an. Auch in Urberach hatten einige Geschäfte zum Flanieren geöffnet, ebenso – wie an jedem Markttag – mit Obi und Intersport auch Geschäfte im Märktezentrum.

In Ober-Roden hatte über Nacht ein Sicherheitsdienst die rechte Ordnung gewährleistet. Schon früh am Morgen hatte ein Team des Bauhofs Mülltonnen geleert und für Sauberkeit gesorgt – „wofür wir der Stadt sehr dankbar sind“, so Karlheinz Hitzel an seinem letzten Midde-noi-Markt an allererster Front – in der zweiten Reihe wird er hoffentlich bleiben. J chz

Quelle: op-online.de

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