Seniorenstift „An der Rodau“

Millionen-Projekt am Bosch-Gelände

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Investor Friedrich Hoepfner, Bürgermeister Roland Kern und Philipp Hünersdorf vom künftigen Betreiber Artemed (von links) packten vorm Einmauern nicht nur die obligaten Münzen und ein Exemplar der OFFENBACH-POST, sondern auch ein Flasche Pils in die Kassette. Hoepfner kommt aus einer Familie, die seit 200 Jahren Bier braut.

Urberach (lö) - 8,5 Millionen Euro steckt Investor Friedrich Hoepfner in den Bau eines Pflegeheims auf dem früheren Bosch-Gelände. Das viergeschossige Seniorenstift hat 92 Einzel- und acht Doppelzimmer und kann ab Herbst nächsten Jahres bezogen werden.

Gestern war Grundsteinlegung. Fast acht Jahre hat der Rödermärker Projektentwickler Alfons Keck, der die Industriebrache vermarktet, nach einem passenden Partner gesucht. Gefunden hat er ihn letztlich mit der Hoepfner Zikurát Liegenschaften GmbH & Co KG, einem Tochterunternehmen der Karlsruher Hoepfner-Brauerei. Die investiert seit zwei Jahren auch in Spezialimmobilien wie Pflegeheime, Handel und Solaranlagen.

„Hier entsteht ein Pflegeheim der vierten Generation mit offenen Wohngruppen“, erläuterte Philipp Hünersdorf, Geschäftsführer des künftigen Betreibers Artemed. Er verspricht Abstand vom altbackenen Ambiente vieler Einrichtungen. Herzstück jeder Wohngruppe ist eine offene Küche, in denen die Bewohner - soweit möglich - ihre Mahlzeiten mit dem Personal zubereiten.

Nähe zum Märktezentrum und Bahnhof

Die Nähe zum Märktezentrum und zum Bahnhof erleichtere diesen aktiven Lebensstil ebenso wie ein öffentliches Café im Erdgeschoss.

Gestern war Grundsteinlegung für das Seniorenstift „An der Rodau“, das im Herbst 2013 bezogen werden kann. Auf vier Etagen bietet es 108 Pflegeplätze.

Den Gebrechen des Alters setzt Hünersdorf eine umfassende medizinische und pflegerische Versorgung entgegen. Die Pflegekonzepte will er wie in anderen Artemed-Seniorenzentren auf spezielle Krankheitsbilder abstimmen. In Urberach sollen besonders Patienten mit Parkinson, Multipler Sklerose und Demenz betreut werden.

„Wir wollen eine demenzfreundliche Kommune sein“, nahm Bürgermeister Roland Kern dieses Stichwort auf und verwies auf die andere Seite der Ober-Röder Straße. Dort will auch die Caritas ab Frühjahr 2013 - unter anderem - Wohnungen für Demenzkranke bauen. Nächste Woche lässt die Stadt mehrere hundert Kubikmeter belasteten Boden abfahren. Die Sanierung des Grundstücks kostet laut Kern rund 165.000 Euro.

Quelle: op-online.de

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