Jogi, das muss besser werden

Urberach (ey) - Am Freitag beginnt in Warschau die Fußball-Europameisterschaft. Einen Vorgeschmack auf das große Kickerfest lieferte der FC Viktoria Urberach, der am verregneten Sonntag seine fünfte Mini-Welt- oder -Europameisterschaft organisiert hatte.

E-Jugendmannschaften schlüpften in die Rolle der Fußballnationen. Die Niederlande werden Europameister, im Finale besiegen die Holländer Tschechien mt 2:0. Nach EM- und WM-Titel zuletzt reicht es für Spanien nicht zum dritten Titelgewinn in Folge, dank eines 5:0-Siegs im kleinen Finale gegen England springt immerhin Platz drei heraus.

Deutschland scheidet nach einer bitteren 1:3-Niederlage gegen Holland in der Vorrunde aus. Sollten sich Lahm, Özil & Co. in Polen und der Ukraine die Urberacher Mini-EM als Vorbild nehmen, dann dürfte das so gar nicht nach dem Geschmack der deutschen Fußballfans sein.

Das Fazit von Cheforganisator Michael Hock fiel am Sonntagabend positiv aus: „Bis auf das Wetter hat alles gepasst.“ Es regnete quasi den ganzen Tag, besonders heftig fielen die Niederschläge beim Finale und der Siegerehrung vom Himmel. Zumindest bei der stimmungsvollen Eröffnungsfeier am Morgen blieb es trocken. Gespielt wurde gleichzeitig auf drei Plätzen, um die fast 50 Begegnungen zügig über die Bühne zu bekommen.

Jens Nowotny als Jugendtrainer dabei

Der Nachwuchs von TuS Makkabi Frankfurt ließ es sich trotz des Regens nicht nehmen, den EM-Pokal stolz seinen Fans zu präsentieren. Zufrieden war auch die E1 der Viktoria. Nicht nur, dass die Gastgeber in die Rolle von Spanien schlüpfen durften, der dritte Platz war auch ein ansprechendes Ergebnis. Im Halbfinale hatten sie mit 1:2 gegen Tschechien den Kürzeren gezogen. Anders als bei den Großen wurde in Urberach eine Trostrunde ausgespielt.

Die deutsche Mannschaft (TSV Dudenhofen) verpasste zwar das Viertelfinale, spielte in dieer Trostrunde aber stark und kam in der Endabrechnung auf Rang neun. „Die echte Nationalmannschaft wird sicher weiter vorne mit dabei sein“, sagte Dudenhofens Trainer Stefan Willhardt, der für einen Tag den Posten von Joachim Löw übernehmen durfte.

Gastgeber Viktoria Urberach vertrat Spanien und kam auf Platz drei der Mini-EM.

Lob gab es für die Veranstaltung auch aus berufenem Munde. Jens Nowotny, 48-facher Nationalspieler und 2000 und 2004 selbst für Deutschland bei der EM am Ball, war als italienischer Nationaltrainer in Urberach mit dabei. Während eines Urlaubes hatte Nowotny Viktoria-Organisator Michael Hock kennen gelernt. Der lud den ehemaligen Lerverkusener, der die E-Jugend von Union Biesfeld trainiert, mit seiner Mannschaft nach Urberach ein. „Das ist super organisiert hier, die Jungs haben viel Spaß“, meinte der Ex-Profi. Da konnte es Nowotny verschmerzen, dass wie bei seinen echten EM-Teilnahmen bereits in der Vorrunde Schluss war. Für die wettskandalgeplagten Italiener sprang lediglich der 13. Platz heraus.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare