Polizei schnappt Bande

Mistgabel-Einbrecher hinter Gittern?

Ober-Roden/Hanau - Die verhinderten Mistgabel-Einbrecher aus der Albert-Einstein-Straße sitzen vermutlich hinter Schloss und Riegel. Mehrere Streifen der Polizei stellten in der Nacht zum Mittwoch nach kurzer Verfolgung auf der B 43 bei Hanau fünf Rumänen (18 bis 29).

Ihr roter Passat war kurz zuvor im Industriegebiet Ober-Roden aufgefallen. Dort hatten mehrere Männer versucht, in eine metallverarbeitende Firma einzubrechen. Die erste Attacke mit einer Blechschere aufs Tor blieb erfolglos. Deshalb kletterte einer der Ganoven auf das mehrere Meter hoch gelegene Dach der Werkstatt, wo er von Zeugen bemerkt wurde. Die Einbrechertruppe jagte in einem roten Kombi davon, dessen Kennzeichen der Zeuge allerdings abgelesen hatte. Auf der B43 stoppe die Polizei den Passat. Bei den Insassen, die jetzt im dringenden Einbruchsverdacht stehen, handelt es sich um fünf Männer, die in Deutschland keine feste Bleibe haben. Sie mussten zunächst die Nacht im Gewahrsam verbringen; über ihren weiteren Verbleib wird noch entschieden.

Die Polizei will klären, ob die Verdächtigen möglicherweise schon am vorigen Wochenende die gleiche Firma in der Albert-Einstein-Straße angegangen hatten. Wie bereits berichtet, waren seinerzeit Einbrecher bei dem Versuch gescheitert, ein Rolltor mit einer Mistgabel, die sie am Tatort gefunden hatten, aufzuhebeln.

Weitere Einbrüche in metallverarbeitende Betriebe?

Die Polizei, so Ingert Zacharias von der Pressestelle des Präsidiums Südosthessen, prüft auch, ob die Männer für weitere Einbrüche in metallverarbeitende Betriebe in Frage kommen. Ende Mai hatten Unbekannte bei der Firma Hitzel Oberflächentechnik in Ober-Roden vier Tonnen Nickel und zwei Tonnen Kupfer abtransportiert.

Steigende Preise haben aus fast jeder Form von Metall einen Rohstoff gemacht, der für Ganoven immer interessanter wird. Dieser Boom bereitet auch Schrotthändlern Sorge. Seriöse Unternehmen lassen sich auch von Lieferanten kleiner Mengen immer häufiger den Ausweis zeigen und eine Erklärung unterschreiben, dass das Metall aus ihrem Besitz stammt.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Symbolbild/dpa

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