Aus für Mittagsbetreuung in der Kita Lessingstraße

Pädagogische Fachkraft erforderlich

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Urberach - Der Kreis hat die Kritik am Aus für die Mittagsbetreuung in der Kita Lessingstraße zurückgewiesen: Pädagogische Fachkräfte müssen während der Mittagspause anwesend sein, diese Regel gelte auch für den Förderverein.

Dessen Vorstand, Magistrat und Freie Wähler hatten dem Kreis vorgeworfen, allein um der Formalien willen ein erfolgreiches Modell gestoppt zu haben. „Die Voraussetzungen für die Betreuung an der Kita Lessingstraße haben sich in den letzten Jahren mehrfach geändert“, schreibt der Kreis in einer Presseerklärung. Ursprünglich hatte die Einrichtung eine Betriebserlaubnis als Kindergarten ohne Mittagsversorgung - sprich: Sie hatte am Vormittag geöffnet, über Mittag geschlossen und dann erst wieder am Nachmittag offen. In einer ersten Anpassung der Betriebserlaubnis habe der Kreis einen Kindergarten mit Hort ohne Mittagessen genehmigt.

Pädagogische Fachkraft bei Mittagsversorgung erforderlich

Das Landesjugendamt erlaubte im April 1999 erstmals, dass für 15 Kinder ein Mittagessen angeboten werden darf. In dieser Zeit war - entsprechend der Vorgaben - eine pädagogische Fachkraft über die Mittagszeit vorgesehen. Diese Vorschrift hat der Förderverein nie eingehalten, der Kreis hatte das aber wohlwollend ignoriert. An dieser Einstellung änderte sich auch nichts, als die Stadt 2007 die Hortgruppe in der Lessingstraße schloss und dort eine Krabbel-Gruppe einrichtete. Die Betriebserlaubnis genehmigte nunmehr eine Krippe und den Kindergarten mit Mittagsversorgung, eine Begleitung durch pädagogische Fachkräfte bleibt weiterhin erforderlich. Eine Begrenzung der Essensplätze ist seither nicht mehr festgeschrieben.

Vorigen Sommer habe die Stadt dem Kreis mitgeteilt, dass die Nachfrage für die Mittagsbetreuung steigt und gefragt, ob es rechtens sei, dass die Betreuung beim Essen vom Förderverein, also von Müttern auf Honorarbasis, geleistet werde. Dann habe der Kreis die Vorschriften anwenden müssen, die den Förderverein zur Aufgabe zwangen: Bei einer Mittagsbetreuung unterliege der Betrieb einer Kita zwingend sowohl den Paragraphen 45 bis 48 Sozialgesetzbuch VIII als auch der Verordnung über „Mindestvoraussetzungen in Tageseinrichtungen für Kinder“, die das Land 2008 formuliert hat. Und darin stehe, dass während der gesamten Öffnungszeit eine pädagogische Fachkraft in der Kita sein muss - auch während der einstündigen Mittagspause. Darum ist eine Weiterführung der Betreuung nur getreu den Paragraphen möglich.

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Quelle: op-online.de

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