Gemeinsinn bringt Bus in Fahrt

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Am Bus trafen sich kürzlich Sponsoren, die den Großteil der Betriebskosten abdecken, mit Pfarrer Oliver Mattes (2. von rechts): Rita Saager, Andreas Hunkel, Carola Hoth, Elke Blößer, Martin Rauch und Matthias Reiß.

Urberach (chz) - Ohne den roten VW-Bus wäre der Mobile soziale Hilfsdienst (MSHD) der evangelischen Petrusgemeinde Urberach zum Stillstand verdammt.

Denn er ist fast täglich in Rödermark und Umgebung im Einsatz und transportiert Seniorinnen und Senioren zu den verschiedensten Veranstaltungen, zum Einkaufen oder zum Arzt. Jeden Montag bringt der Bus Demenzkranke aus allen Stadtteilen zur Betreuungsgruppe „Leuchtturm“ nach Waldacker.

Da seine Unterhaltung aber zunehmend schwieriger geworden ist, musste die Kirchengemeinde sich etwas einfallen lassen, um die Kosten im Rahmen zu halten. Zunächst ging sie eine Kooperation mit dem Evangelischen Dekanat Rodgau ein. Sprich: Man teilt sich den Bus.

Kosten von 3400 Euro pro Jahr

Versicherung, Steuer, Inspektion und Reifenverschleiß schlagen pro Jahr mit 3400 Euro zu Buche. 2500 Euro dieser Betriebskosten werden inzwischen durch Werbung gedeckt, worüber die Gemeinde sehr dankbar ist. Deshalb muss sich niemand wundern, wenn der Bus nun nicht mehr ganz so rot ist.

Angetrieben wird er nicht nur von einem Dieselmotor, sondern auch von einem Motor, den soziales Engagement bewegt: Am Steuer sitzen inzwischen überwiegend ehrenamtliche Kräfte. Petrusgemeinde und Dekanat können sich auf einen Stamm von neun Fahrern stützen.

Quelle: op-online.de

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