„Monster in Grün und Schwarz“

Rödermark (lö) - Die Koalition von CDU und Anderer Liste hat nach Ansicht des neuen SPD-Fraktionsvorsitzenden Stefan Junge nur ein Ziel: ihren Hauptamtlichen - Bürgermeister Roland Kern (AL) und Erster Stadtrat Alexander Sturm (CDU) - ein „reibungsloseres Regieren“ ermöglichen.

Wahlkampf-Reizthemen wie weitere Gewerbegebiete schiebe das „Bündnis-Monster“ an den Rand, und Vorstände beider Parteien scherten sich nicht mehr um das, was sie noch am Wahlabend gesagt hätten.

AL-Vorsitzender Eckhard von der Lühe rückte, so Junge, von seiner Forderung „CDU in die Opposition schicken“ ab. Und die Christdemokraten, die noch in den Sondierungsgesprächen mit der SPD „Um Himmels Willen nicht mit den Grünen!“ beteuerten, hätten nun ebenfalls eine Rolle rückwärts gemacht.

Auf ihren Ex-Kooperationspartner sind die Genossen hochgradig sauer: vor der Wahl Lob über die gute Zusammenarbeit - Haushalt 2011 oder Betreutes Wohnen zum Beispiel -, hinterher die schwarz-grüne Klatsche. Die CDU-Vorsitzende Patricia Lips sage „nicht die Wahrheit, wenn sie behauptet, dass sich inhaltlich große Hürden zwischen Rot und Schwarz aufgerichtet hätten“, schimpft Karl-Heinz Oberfranz vom SPD-Verhandlungsteam.

Chef-Unterhändler Armin Lauer bezweifelte, dass die AL der CDU ein verlässlicher Partner ist. Der SPD gegenüber hätten sich ihre Vertreter „detailverliebt und zickig“ gezeigt, obwohl eine Einigung in Sachfragen schon erkennbar gewesen sei. Lauer befürchtet, dass Schwarz-Grün den Bürger viel Geld kostet: Der gescheiterte CDU-Bürgermeisterkandidat Norbert Rink bleibt Chef des IC Rödermark, und neuer Leiter der umgebauten Wirtschaftsförderung wird ein Grüner.

Quelle: op-online.de

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