Motivation ist Aufgabe Nummer eins

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Im Beisein von Schirmherr Kurt Rügemer (2. von links) und Festpräsident Roland Kern ernannte Vorsitzender Egon Bick die „Edelweiß“- Urgesteine Erhard Herdt (3. von rechts) und Oswald Sterkel (2. von rechts) zu Ehrenmitgliedern. Fotos: Ziesecke

Urberach - (chz) „Eine akademische Feier ist geprägt von Ehrungen und vom familiären Charakter“ - so formulierte es Vorsitzender Egon Bick zum 150-jährigen Jubiläum der Sängervereinigung „Sängerlust Edelweiß“ in der Halle Urberach.

Vor vielen Mitgliedern und Gästen und natürlich vor allen Sängerinnen und Sängern betonte er die Motivation als eines der Schlüsselwörter im heutigen Vereinsgeschehen und verhehlte auch nicht, dass es im Gebälk der Gesangvereine heutzutage knistert und in der Chorlandschaft ein Überlebenskampf herrscht.

Gerade deshalb könne die "Sängerlust Edelweiß" auf seine lange Geschichte stolz sein, was ihn zum großen Dank für alle Teamarbeit bewegte, die nicht nur im Chorgesang enden darf, sondern auch gesellschaftliche Aktivitäten präsentieren müsse, um präsent zu bleiben. Sein besonderer Dank galt auch den Dirigenten der Chöre, Hans-Dieter Müller und Dieter Kerz.

Mit 90 Jahren das älteste Mitglied und immer noch in erster Reihe: Willi Groh.

Zuvor hatten nach einer musikalischen Begrüßung durch den Männerchor, den Urvater des 150-jährigen Jubiläums, zahlreiche Vertreter aus dem Chorleben und aus der regionalen Politik dem ältesten Verein Rödermarks gratuliert. Klaus Ritter für den Deutschen Chorverband und Herbert Thiem als Vorsitzender des Sängerkreises Offenbach hatten sich ebenso bewundernd geäußert wie Kreisbeigeordneter Carsten Müller und Stadtverordnetenvorsteherin Maria Becht. Patricia Lips überbrachte die Glückwünsche des Ortsvereinsrings, und der Festpräsident, Bürgermeister Roland Kern, argumentierte absolut logisch, wieso er ohne die Sängerlust „mit Sicherheit ein anderer Mensch an einem anderen Ort“ geworden wäre. War er mit elf Jahren Schilderträger beim 100. „Edelweiß“-Geburtstag gewesen, hatte seine Frau Angelika auf einem „Edelweiß“-Ball näher kennengelernt und war vom zukünftigen Schwiegervater umgehend als Mitglied angeworben worden: „Meine Beförderung vom Sänger zum Festpräsidenten berührt mich zutiefst!“

Klingende Glanzlichter zwischen den Grußworten setzte die Musikerfamilie Sterkel - Robert sen., Robert jun. und Sebastian spielten Flügel, Trompete und Euphonium.

Mehrere Sänger wurden von Siegfried Roeth, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Sängerkreises Offenbach, geehrt: für 25 Jahre Siegfried Nickmann und Richard Pillok und für 40 Jahre Heinrich Sterkel; 50 Jahre singt Rudi Palm und bei Oswald Sterkel sind es schon 60 Jahre. 65 Jahre dem Gesang treu und damit meisterlich wie auch sonst im Leben ist Edmund Seib. Eine Vielzahl fördernder und deshalb ebenso wichtiger Mitglieder konnte Egon Bick anschließend beglückwünschen: sieben mal für 25 Jahre und zwölf mal für 40 Jahre, darunter auch Schirmherr Kurt Rügemer und Festpräsident Roland Kern. Für 50 Jahre Vereinstreue bekamen Hans Vetter, Hans Braun, Rudolf Huder und Franz Kern Präsente, erst recht Karl-Heinz Mickler für 60 Jahre Edelweiß-Treue. Fast unschlagbar ist jedoch der 90-jährige Willi Groh: Seit 75 Jahren gehört er der Sängervereinigung an.

Eine ganz besondere Ehrung nahm Egon Bick zum Schluss vor: Im Namen des Vorstands ernannte er Erhard Herdt, Oswald Sterkel und in Abwesenheit auch Gottfried Gensert zu Ehrenmitgliedern und dankte ihnen für ihr großes Engagement und ihren Einsatz.

Einen musikalischen Abschluss bot der gemischte Chor der „Sängerlust Edelweiß“ mit den innigen Weisen „Bridge over Troubled Water“ und „Komm, Trost der Welt“, wonach sich die Gäste dem optisch wie geschmacklich ansprechenden Büfett zuwandten, das in der Zwischenzeit von Heinzelmännern und -frauen aufgebaut worden war.

Quelle: op-online.de

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