MTV Urberach feiert 50. Geburtstag

„Jedermänner“ halten eisern zusammen

+
Voll besetzt war der Konferenzraum der Halle Urberach anlässlich der Feier des 50. Geburtstages der „Jedermänner“. Noch heute haben sie 75 Aktive in ihren Reihen.

Urberach - Mit einem großen Familienabend im Kerzenschein und festlichem Ambiente feierten die „Jedermänner“ des MTV Urberach am Samstag ihren 50. Geburtstag.

Jupp Trauten, selbst seit 1991 ein „Jedermann“, erinnerte an die Historie. Vor 50 Jahren beschlossen Günther Faust, Walter Faust, Hans Müller, Oswald Suderleith, Edmund Boeffinger und der inzwischen verstorbene Karl Schmidt, dass ihnen Fußball und Handball des MTV als Sport zu wenig sind. Sie gründeten die Gymnastikabteilung und damit die „Jedermänner“.

Lange Zeit blieben sie zu sechst, aber sie trafen sich regelmäßig und wurden immer aktiver bei allen Aufgaben im Verein. Das blieb nicht verborgen. In den späten 70er Jahren bekamen sie solchen Zulauf, dass sie schließlich mehr als 100 Mitglieder zählten. 25 Jahre lenkte in dieser Zeit Günther Faust die Geschicke der Abteilung, bis vor vier Jahren Karl-Heinz Pfütze übernahm. In all der Zeit weitete sich das Angebot der Jedermänner aus: Kegel-, Fahrrad- oder Boulegruppen, Fußball, Langlauf oder die Rentnerturner – sogar eine Skatrunde ist dabei.

Helfende Hand

Wichtigster Punkt aber vor allem aus Vereinssicht: wo immer eine helfende Hand gebraucht wird, waren und sind die Jedermänner dabei. So gibt’s kaum einen Stein beim Aufbau der neuen Halle, der nicht mindestens einmal durch Jedermanns Hände gelaufen wäre.

„Wenn Arbeit anstand, konnte der Verein sich auf die Jedermänner verlassen“, weiß Jupp Trauten aus Erfahrung, egal ob beim Mörteln oder Dachdecken oder bei sozialen Aufgaben wie etwa Fahrdiensten. Ein besonderer Faktor, der dem langjährigen Vorsitzenden Günther Faust sehr wichtig ist: „Bei und ist jeder willkommen, unabhängig von Staatsbürgerschaft und Religion, und das spüren die Neuen auch – sie bleiben und sind völlig integriert.“ Den hohen Stellenwert für den Verein erkennt aber auch der Hauptvorstand etwa in Person von Uli Klinkmüller an: „Ihr seid die Seele des Vereins, haltet ihn zusammen und steht auch mal auf, wenn etwas gesagt werden muss. Ihr seid etwas Besonderes!“

Ausdrucksstarker Jazztanz zu Popsongs

Ausdrucksstarker Jazztanz zu Popsongs

Dass dabei das Engagement auch mal über den Verein hinaus geht, zeigte vor kurzem die Probefahrt mit dem viel gescholtenen Stadtbus und deren anschließende Auswertung – eine gute Grundlage für die anstehenden Entscheidungen der Stadt, wie Bürgermeister Roland Kern lobend erwähnte.

Und die „Jederfrauen?“ Oder die „Jedermann-Frauen“? Sie kommen in der Abteilung selbst beim Sport nicht vor, aber sie sind selbstverständlicher Teil des ausgiebigen geselligen Programms der Jedermänner und außer beim Sport immer gern gesehen. Da aber darf nur eine Frau an die Herren ran: ihre Trainerin Tanja: „Wir suchen euch auch extra immer junge Trainerinnen aus“, schmunzelte Uli Klinkmüller. Neben vielen Auszeichnungen für 40 oder 50 Jahre Treue zu den „Jedermännern“ wurden die anwesenden Gründungsmitglieder ganz besonders geehrt: Walter Faust, Günther Faust und Hans Müller sind heute noch mit der gleichen Begeisterung ein „Jedermann“ wie vor einem halben Jahrhundert. Den passenden musikalischen Rahmen zum stilvollen Ambiente zwischen Kandelabern und gutem Essen boten die Mezzosopranistin Hildegard Schultz und der Bariton Helmut Bonzol, von Peter Wilhelm am Klavier begleitet.

chz

Quelle: op-online.de

Kommentare