„MurXXbrothers“ dreimal ausverkauft

Politisch nicht immer korrekt

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Wie bekommt ein Großkonzern Wasserrechte in der Dritten Welt, in Simbabwe zum Beispiel? Holger Groh machte sich darüber seine Gedanken.

Ober-Roden - Das 14. Programm der Kabarett-Truppe „MurXXbrothers“, allesamt Mitglieder des Volkschores Ober-Roden, brachte drei Abende lang das Publikum im restlos ausverkauften Jazzkeller in Wallung. Von Christine Ziesecke 

Arme Bedienung, die sich durch enge Bestuhlung quetschen musste, glückliche „MurXXer“, die erneut merkten, wie viel dankbares Stammpublikum sie haben. „Da hamma den Salat“ lautete das beziehungsreiche Motto des Abends. Es ließ nicht nur Rückschlüsse auf womöglich schief gelaufene Mammutwahltage oder auf Abhöraffären von Merkel bis Pofalla zu, sondern auch ganz vordergründig auf wichtige Erkenntnisse für den „kleinen Mann“.

Die Volkschor-Kabarettisten gaben Antworten auf ungezählte Fragen: Wie schützt sich der Otto-Normal-Kleingärtner beim Telefon-Plausch vor dem missverstandenen Abgehört-Werden? Wie soll die Raumpatrouille Ober-Rodion in Berlin landen, wenn doch der Flughafen immer noch nur auf dem Landweg zu erreichen ist? Und wie bekomme ich in meiner angestammten Eck-Bar ein Bier und eine Bratwurst, wenn sie doch von einem türkischen Wirt geführt wird und er nur geschächtetes Fleisch verkauft? Wie bringe ich Afrika dazu, mehr Wasser aus teuren Flaschen als einfach aus dem nächsten Brunnen zu trinken? Dazu gaben die „MurXXer“ einen politisch völlig unkorrekten Tipp: Genügend Chlor erleichtert dieses Vorhaben.

Pause bis Fastnacht

Das alles gipfelte in der entscheidenden Frage: Wie werde ich als Vegetarier endlich diesen verdammten Salat los? Die Truppe um Klaus Auth, Holger Groh, Werner Groh, Wolfgang Pfeiffer, Tommi Tunker, Michael Ulfik-During, Thomas Weichler und Gerd Weber lieferte viele und vor allem klangvolle Antwortversuche. Die Komik der Truppe samt ihrer Mimik und Gestik ist hervorragend, doch die Musik- und Gesangskünste sind einfach unvergleichlich.

Schade, bis zur Fastnacht ist es erst mal wieder vorbei mit Murx à la „MurXXbrothers“, doch wer dazwischen auch seinen Spaß haben möchte: Endlich gibt’s Tommi Tunkers Erstlingswerk, die wüste Groteske „Pfarrer Gustav und das Inferno zu Mainz“ gleich mehrfach – zu erhalten als E-Book bei Droemer-Knaur und nun auch als Printversion über T.C.M@t-online.de. Es passt garantiert unter jeden Christbaum.

Quelle: op-online.de

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