Musik mit einfachsten Mitteln

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Die Gäste bei der Präsentation der Klangwerkstatt staunten, welch vielfältige Töne die Kinder einfachen „Instrumenten“ entlockten.

Urberach (chz) - „Wir wollen erreichen, dass alle Kinder Zugang zu musikalischen Elementen bekommen und selbst Rhythmus und Klang erleben, aber auch Instrumente bauen und merken, dass dies alles mit einfachen Mitteln geht.“

So formulierte Dozentin Ulrike Pfeifer von der Fachhochschule Frankfurt das Ziel der zweiten Klangwerkstatt. Ulrike Pfeifer sowie 20 Studentinnen und Studenten des vierten Semesters haben drei Tage lang gemeinsam mit der Leiterin des „SchillerHauses“, Makbule Firat, und mit Stephie Grabs und Jutta Winhold von der städtischen Jugendarbeit 22 Kindern Musikmachen der besonderen Art vermittelt.

Ein halbes Jahr haben die Studierenden sich vorbereitet, haben Material besorgt, Instrumente gebaut, Konzepte geschrieben. Mit ihrem Projekt wollen sie den Mangel an Musik in den heutigen Lehrplänen ausgleichen. Bewegung und Musik sind unerlässlich; beim großen Schlusskonzert der ganzen Gruppe war darüber hinaus deutlich zu spüren, mit wie viel Spaß und Eifer die Kinder bei der Sache waren.

Einfache Instrumente gebaut

Zwei Tage lang hatten sie einfache Instrumente gebaut und dabei viel Neues entdeckt, etwa wie Töne erzeugt werden können: Wie ploppt ein Wassertropfen? Wie lasse ich Regen niederprasseln? Wie vermittle ich ein Gewitter? Wie trappeln Pferde?

Präsentiert wurden die selbst ausgedachten Klanggeschichten erst hinterm Vorhang, um die Illusion wirken zu lassen, dann noch einmal ohne Vorhang: Die Zuhörer staunten über die Blumentopftrommeln, beklebte Abflussrohre, raschelnde Papiertüten, das Glucksen des Wassers beim Schlürfen und vieles mehr. Zum Schluss gab"s noch rhythmische Bechermusik – höchst wirkungsvoll in eine Schwarzlicht–Gespenster-Geschichte verpackt und tatsächlich zum Gruseln schön.

„Es war eine sehr homogene Gruppe, obwohl die Kinder aus ganz verschiedenen Schulen kamen, viele aus dem Seewald-Gebiet, andere aus dem ganzen Stadtgebiet. Es ließ sich sehr gut mit allen zusammen arbeiten“, freute sich Dozentin Ulrike Pfeifer.

Quelle: op-online.de

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