Kurzweiliger und erhellender Vortrag zur 25-Jahr-Feier der Freien Musikschule Rodgau im Bürgerhaus

Musik schaltet Glückszentrum ein

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Manfred Spitzer.

Rodgau - (bp) Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Freien Musikschule Rodgau referierte der weltbekannte Hirnforscher und Buchautor Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer im ausverkauften Bürgerhaus Nieder-Roden über das Thema „Musik – Glückssache“.

 „Wenn es Musik nicht nachweislich seit über 32 000 Jahren gäbe, so müsste man sie sofort ganz schnell erfinden“, so das Fazit, das Spitzer aus seinem fast zweistündigen Vortag zog.

Unter Zuhilfenahme zahlreicher Illustrationen veranschaulichte Spitzer auf abwechslungsreiche und humorvolle Art und Weise die Komplexität des menschlichen Hörens. Musik schaltet das Glückszentrum ein und das Angstzentrum aus, das Erlernen eines Musikinstruments übt das Lernen und lehrt das Üben, schafft darüber hinaus Selbstvertrauen, so die zentralen Thesen Spitzers.

Ferner gab es interessante wissenschaftliche Diskurse zu den Themen: Naturgegebenheit der Töne, mathematische und physikalische Entsprechungen des Hör- und Musiktheorie, immer wieder gewürzt mit launigen Anmerkungen, zum Beispiel über die Unverständlichkeit oder. Unverstehbarkeit von Sopranistinnen. Spitzer schloss mit dem eindrücklichen Appell an alle Politiker, Streichungen von Musikunterricht zugunsten anderer Fächer – wie EDV zu unterlassen. „Mausklicks, Hard- und Software ändern sich innerhalb eines halben Jahres, wohingegen beim Erlernen eines Musikinstruments Fähigkeiten und Fertigkeiten erworben werden, die den Schüler ein Leben lang begleiten und bereichern“. Eingerahmt wurde der Vortrag vom Feuertanz der Früherziehungsgruppe von Elisabeth Schöner und dem Gesangsbeitrag aus dem Musical „Les Miserables“, dargeboten von Malin Merget. Für die musikalische Unterhaltung im Foyer sorgte ein Lehrerquartett mit Susan Ferrers, Martha Alof, Ute Plegge und Mikiko Kaneko. Das begeisterte Publikum hat sich noch lange nach dem Vortrag im Foyer über die Musikthemen angeregt unterhalten.

Quelle: op-online.de

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