Gemeinsames Konzert der fünf Kirchengemeinden 

Musik setzt ein Zeichen der Ökumene

Begleitet von der evangelischen Band Ober-Roden sangen die „Edelvoices“ der Sängerlust Edelweiß, die mittlerweile fast zur Urberacher Petrusgemeinde gehören, ein irisches Segenslied.

Ober-Roden -  Die fünf Rödermärker Kirchengemeinden taten sich am Tag der Deutschen Einheit erstmals auch musikalisch zusammen. Mehr als 450 Zuhörer kamen zum Konzert in die Kulturhalle. Von Christine Ziesecke 

Man nehme rund 125 Sängerinnen und Sänger, Musikerinnen und Musiker aus allen fünf Kirchengemeinden und lade reichlich Gäste ein. Fertig ist ein ganz neuer Musikgenuss, der von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Rödermark (ACK) initiiert wurde. Schirmherr Jörg Rotter zitierte passend zur 500-Jahr-Feier der Reformation den früheren Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider: „Musik war der Herzschlag der Reformation!“ Rotter erwähnte auch Papst Franziskus, der moderne, populäre Klänge gerne ganz in die sakrale Musik mit eingebettet haben möchte.

Sowohl Luther als auch Papst Franziskus hätten an diesem Nachmittag durchaus ihre Freude gehabt. Die Bandbreite war sehr weit - in jeder Beziehung: von den jüngsten Sängerinnen in der Nazarius-Schola, geleitet von Ruth Zander, bis hin zu den ältesten Sängern des katholischen Kirchenchors Cäcilia Ober-Roden mit Dirigent Wolfgang Tüncher.

Musik machten der Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde Ober-Roden, dirigiert von Matthias Wetzlar, sowie drei auch singende Bands wie „Worship2gether“ der Nazarius-Gemeinde (unter der Leitung von Keyboarderin Verena Müller), die Band der Evangelischen Kirchengemeinde Ober-Roden und die Jugendband der Freien evangelischen Gemeinde, die von Melanie Hunkel dirigiert wird.

Moderator Norbert Rink kündigte zwei gemischte Chöre an: Die „Edelvoices“ sind aus der Sängerlust Edelweiß erwachsen und singen oft in den Gottesdiensten der Petrusgemeinde. Wilhelm Jünger gibt den Takt vor. Der Chor Rejoice, der unter der Leitung von Jasmin Friedt Gottesdienste und Feste begleitet, ist auf Kirchentagen zu Gast und gibt Konzerte.

Einzige Solistin war Ellen Blank mit dem von ihr komponierten „Weidenkirchenlied“, womit sie auch dieses grüne Gotteshaus in das Konzert einbrachte.

Gemeinschaft, Geist, Gesundheit: Singen tut Senioren gut

Sie alle spielten und sangen einzeln Stücke aus ihrem zumeist recht breit gefächerten Repertoire oder begleiteten sich gegenseitig, brachten durchaus populäres Liedgut, von Kirchentagen bekannte Stücke ebenso wie Segenslieder mit und traten mit drei oder vier Beiträgen auf. Zwischen den Gruppen gab"s fürs gut 450-köpfige Publikum genügend Zeit für frischen Nachschub an den Kaffee- und Kuchentheken – der Reingewinn geht an den „Rödermärker Brotkorb“.

Alle Kirchengemeinden präsentierten sich im Foyer . Die jungen Besucher wurden von Pfadfindern der Freien evangelischen Gemeinde beschäftigt. Sie konnten den Hammer schwingen, basteln oder malen.

Der größte Chor beim Gemeinschaftskonzert war der Kirchenchor St. Cäcilia Ober-Roden unter der Leitung von Wolfgang Tüncher.

Sicher werden sich viele Rödermärker freuen, wenn es ein ähnliches Konzert aller kirchlichen Musikgruppen demnächst wieder einmal geben wird, auch wenn die Vorbereitung umfangreich und mühsam zu koordinieren ist. Vielleicht gibt es ja beim nächsten Mal weniger Pausen und Zeit für jene Gruppen, die diesmal fehlten, weil sie sich gerade auf andere Konzerte vorbereiten.

Die Premiere war jedenfalls vielversprechend und durchaus bewegend. Der Dank der (mit Ausnahme des in Indien weilenden Pfarrers Elmar Jung) vollständig vertretenen Rödermärker Pfarrerschaft, die auch den Abschlusssegen sprach, galt den vier Hauptverantwortlichen Melanie Hunkel, Tanja Bechtloff, Herbert Schäfer und Uwe Heckenthaler.

Quelle: op-online.de

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