Orchester des Musikvereins 06

Musikalisch in den Frühling

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Nicht nur als Orchestermitglieder sondern auch als Gesangsduo bereicherten Ingelore Barrasch und Jürgen Groh das Konzert.

Urberach - Ein „königliches Programm“ versprach Moderator Thomas Schwinn den Besuchern zu Beginn des Frühjahrskonzertes des Musikvereins 06 Urberach. Das kam bei den Zuhörern gut an.

Zwei Stunden später jedenfalls, als der Vereinsvorsitzende Dieter Steuer bei den Dankesworten die obligatorische Frage stellte, ob es dem Publikum denn gefallen habe, gab es ein lautes „Ja“ und reichlich Applaus in der Kulturhalle. Dorthin war der Verein aufgrund der Sanierung der Halle Urberach ausgewichen.

Ein anspruchsvolles und ansprechendes Programm, mit dem die Zuhörer beschwingt in den Frühling starten können, hatten sich die Musiker zum Ziel gesetzt. An der Umsetzung dieses Vorhabens arbeitete traditionell nicht nur das Große Blasochester mit, der erste Teil des Konzertes gehörte dem Nachwuchs. Tuttifanten, Juniororchester und Jugendorchester zeigten ihr Können. Für die Tuttifanten war es nach knapp zweijährigem Instrumenten-Unterricht und gemeinsamen Proben der erste große öffentliche Auftritt. Dirigent Michael Gurnik und seine Musiker waren mit „Da sprach der alte Häuptling der Indianer“ und „7 G Heavy“ beim Konzert vertreten. Unter der Leitung von Melanie Pranieß spielten Juniororchester und Tuttifanten dann gemeinsam „Party Rock Anthem“.

Prüfung zur „Kleinen Stimmgabel“

Juniororchester und Tuttifanten traten mit dem Stück „Party Rock Anthem“ gemeinsam auf. Bild vergrößern.

Ein Lob gab es auch nochmals für jene Nachwuchsmusiker, die erfolgreich an der Prüfung zur „Kleinen Stimmgabel“ teilgenommen hatten. Isabelle Eder, Jonas Gotta, Anisa Dönmez, Jenny Borchers, Lea Bender, Felix Kuhn und Noah Lehn bewiesen praktisches Können und theoretisches Wissen. Sebastian Klappich und Mareike Seitel aus dem Juniororchesters bestanden zudem die D1-Prüfung für fortgeschrittene Musiker. Bald startet übrigens eine neue Tuttifantengruppe, die dann 2016 das Frühjahrskonzert bereichern wird. Eine offene Probe ist für den 13. Juli (16 Uhr) in der Halle Urberach angesetzt. Das Jugendorchester ist mittlerweile bekannt für seine gelungenen Einlagen. Beim Marsch der Schlümpfe („March of the Smurfs“) erschienen einige Orchestermitglieder nicht nur im passenden Outfit, sie verteilten auch entsprechendes Naschwerk eines bekannten Süßigkeitenherstellers im Publikum.

Dirigent Thomas Martin und seine Musiker hatten zudem die besten Songs von Simon & Garfunkel, dem US-amerikanischen Folk-Rock-Duo, parat. Dritter und letzter Programmpunkt des Juniororchesters war ein Medley der größten Hits von Michael Jackson, dem King of Pop. Womit wir wieder beim königlichen Versprechen von Thomas Schwinn zu Beginn des Konzertes wären.

Frühlingsmarkt in Jügesheim

Frühlingsmarkt in Jügesheim

Das Große Blasorchester unter der Leitung von Laszlo Szabo entführte die Zuhörer nach der Pause mit „Children of Sanchez“ zunächst nach Mexiko. Die Filmmusik wurde von Chuck Mangione, laut Thomas Schwinn der „König des Jazz-Flügelhorns“, komponiert. Ebenfalls im Konzertprogramm vertreten Stücke der Comedian Harmonists und das One-Hit-Wonder „Gardenparty“ der Band „Mezzoforte“. Das Gesangsduo Ingelore Barrasch und Jürgen Groh hatte bei „Böhmischer Wind“ von Ernst Mosch, dem König der Böhmischen Blasmusik, seinen ersten Auftritt. Später wer es noch bei „Liebespärchen“ von Jaromir Vejvoda zu hören. Das Duo bekam ein Sonderlob von Moderator Thomas Schwinn: „Ich bin wirklich begeistert. Wenn sonst bei Konzerten von Orchestern Sänger auftreten, dann werden die oft von außerhalb verpflichtet und gehören gar nicht zum Verein. Ich habe es noch nicht erlebt, dass zwei Orchestermitglieder ihre Klarinetten hinlegen und so ein super Gesangsduo abgeben.“

Die Trompeter hatten im Stück „Trumpet Blues and Cantabile“ von Bigband-Legende Harry James ihren großen Auftritt. Mit Chuck Berry und Hits von Queen und Genesis beendete das Große Blasorchester schließlich das abwechslungsreiche Programm des Frühjahrskonzerts.

ey

Quelle: op-online.de

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