Musikschule feiert 25-jähriges Bestehen

Musik mit Gummistiefeln und Tröten

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Es müssen nicht immer Xylofon oder Klangstäbe sein: Auch Gummistiefel oder Fastnachtströten wurden im „Traumzauberbaum“ zu Musikinstrumenten in der Kulturhalle.

Rödermark - 25 Jahre Musikschule – das war ein guter Grund, gleich mehrfach zu feiern. Dazu gehörten Konzerte und in der Kelterscheune ein Abend voller kulinarischer und musikalischer Köstlichkeiten.

Gemeinsam mit Musikschulleiter Benno Eckmann eröffnete Tanja Henning das Jubiläumskonzert im Rotahasaal mit rasanten ungarischen Tänzen am Flügel.

Ihren 25. Geburtstag feierte die Musikschule mit Veranstaltungen an gleich mehreren Tagen. Leider erlebten im Rotahasaal viel zu wenige Zuhörer das Konzert langjähriger Schüler und Lehrer, die gemeinsam mit musikalischen Gästen ihr Können auf hohem Niveau präsentierten. Das Jubiläumskonzert bestach nicht nur durch außergewöhnliche Instrumentalisten an Klavier (Tanja Henning solo oder mit Musikschulleiter Benno Eckmann), Violine (Jana Fritsche) und Querflöte (Susan Diehl gemeinsam mit ihrer Lehrerin Judith Aporta-Ullenboom). Besonders ungewöhnlich für ein derartiges Konzert waren – auch optisch – die Darbietungen der Gesangsgruppe „Hardchor“, die am Flügel von Fabian Schäffer begleitet wurde.

Arien aus der „Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart oder aus dem Oratorium „Elias“ von Felix Mendelssohn Bartholdy faszinierten die Zuhörer ebenso wie das abschließende Violinkonzert von Georg Friedrich Telemann.

Noch bunter, noch lebendiger und noch lauter ging’s dann schließlich in der Kulturhalle zu, als die Grundstufenschülerinnen und -schüler, unterstützt von den Rejoice-Kids, das musikalische Hörspiel „Der Traumzauberbaum“ aufführten.

Die wunderbare Geschichte um den Baum, dem Traumblätter wachsen, ist schon 40 Jahre alt, aber sie faszinierte die Lehrerinnen ebenso wie die Kinder und erst recht Hunderte Eltern, Großeltern und Geschwister im Saal. Schließlich wohnen im Traumzauberbaum zwei kleine Waldgeister: Waldwuffel und Moosmutzel. Mit einer Stimmgabel geistern sie durch die zauberhafte Geschichtenlieder-Welt der bunten Traumblätter. Als die beiden dabei aber die blauen Blätter mit den Regenträumen abreißen, kommt es zu einer Katastrophe: Die Traumblätter welken.

Das Märchen, das natürlich gut ausgeht und das ganz einfühlsam von Oliver Nedelmann gelesen und sogar gesanglich dargeboten wurde, faszinierte alle mit seiner poetischen, einfühlsamen Darstellung. Den rund hundert Kindern, die nicht nur tanzten und sangen, sondern auch Geigen, Gitarren und auch Xylofon oder Klanginstrumente zum Klingen brachten, sah man ihre Spielfreude an – ein gutes Zeichen für die Musikschule an ihrem 25. Geburtstag.

Musikschule Rödermark feiert 25. Geburtstag: Bilder

Sie lebten die Albträume ebenso intensiv auf der Bühne vor wie die schönen Träume. Sie nutzten neben den klassischen Instrumenten auch mal – ganz unkonventionell – Fastnachtströten öder Gummistiefel zum Musizieren. Und sie waren bei ihren Kostümen bei allen Proben von ihren Familien liebevoll unterstützt worden. Nur so ist dieses jährlich präsentierte Großunternehmen eines Kindermusicals mit Kulissen und manchem mehr überhaupt zu stemmen.

Bewundernswert sind da vor allem all jene Lehrerinnen der Musikschule unter der Leitung der stellvertretenden Schulleiterin Gaby Schrenk, die diesen Sack höchst lebendiger Flöhe so couragiert und spielfreudig auf die Bühne bekommen und ihnen dabei den Spaß an weit über einer Stunde konzentriertem Singen, Tanzen und Musizieren „nach Anweisung“ bewahrt haben. Dank Lehrerin Katja Berker konnte dazu auch der von ihr geleitete Chor der Rejoice-Kids mit eingebunden werden – eine harmonische Verstärkung auf der Bühne der Kulturhalle. 25 Jahre Musikschule – war’s das schon? Nach diesem anstrengenden Wochenende ist den Verantwortlichen etwas Ruhe vergönnt, doch spätestens am 1. September beim nächsten Tag der offenen Tür von 10 bis 13 Uhr wird wieder von ihnen zu hören sein. Kontakt: Musikschule Rödermark, Erlengasse 7,  06074/61720. (chz)

Infos unter www.musikschule-roedermark.de

Quelle: op-online.de

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