Eröffnungsfest

Frischer Wind im Naturfreundehaus

+
Einfach und etwas spartanisch, aber sauber und absolut ausreichend für eine Wanderpause und dazu in idyllischer Umgebung: die Zimmer im Naturfreundehaus, deren Betten Tatsanee Zimmermann hier gerade bezieht.

Urberach - Es wirkte, als hätte ganz Rödermark nur darauf gewartet, dass endlich auf der Bulau wieder Leben einkehrt. Das Vereinshaus der Naturfreunde Urberach hat nach längerer Schließung seine Türen wieder für Wanderer, Spaziergänger oder motorisierte Gäste geöffnet.

Deutsche Küche, Kaffee und Kuchen, Schlafgelegenheiten und – neu – zahlreiche Programmpunkte von Zauberer bis Livemusik lassen den Verein auf gute Resonanz hoffen. Über das Osterwochenende hatten das neue Pächterpaar Torsten und Tatsanee Zimmermann und seine fleißigen Helfer alle Hände voll zu tun.

Zum Leben reicht das zunächst mal (noch) nicht. Torsten Zimmermann, der aus Langen kommt und in Dreieich wohnt, arbeitet als Hausmeister und kann sich seine Zeit weitgehend einteilen. 5000 Euro hat er allein schon mal investiert, um das Naturfreundehaus in einem Zustand zu bringen, dass es zur Öffnung freigegeben wurde. Doch Heizung, Herd, verstopfter Kanal oder Öltank schlucken auch in naher Zukunft noch viel Geld. In der kommenden Woche wird der Pächter mit dem Verein verhandeln, welche der Kosten von den Naturfreunden übernommen oder bezuschusst werden.

An den Wochenenden werden Torsten Zimmermann und seine thailändischen Frau Tatsanee regelmäßig unterstützt von Sara Tost. Sie ist der gute Geist hinter der Bar, im Service und überall, wo Not am Mann oder an der Frau ist. Spätestens seit Karfreitag, nach 13 Stunden im Naturfreundehaus auf den Beinen, weiß sie, was sie getan hat: „Es ist aber wichtig, dass wir hier Kontinuität herein bringen“. Das weiß auch der Pächter zu schätzen: „Wir müssen hier erst mal Regelmäßigkeit und Ruhe hereinbringen, aber zugleich immer etwas Neues bieten.“

Bayrischer Abend und Musik

Das fängt schon in den nächsten Tagen an. Am Samstag, 13. April, wird es beim ersten „Bayerischen Abend“ selbstverständlich ein passendes Büfett geben. Das Kochen hat Zimmermann von seiner Mutter gelernt. Und er will auch selbst am Herd stehen; nur zu Stoßzeiten wie jetzt über Ostern hat er einen Aushilfskoch engagiert.

Am 1. Mai ab 15 Uhr gibt’s mit einer Band und mit Popmusik den nächsten Höhepunkt im Naturfreundehaus. Dann wird auch der Clown und Zauberer wieder dabei sein, den Torsten Zimmermann über das Internet aufgetrieben hat und der am Wiedereröffnungs-Wochenende nicht nur bei den Kindern helle Freude auslöste.

Eine Wandergruppe aus Heusenstamm hatte in der OFFENBACH-POST von der Neueröffnung des Naturfreundehauses gelesen und sich gestern von Waldacker aus fünf Kilometer zu Fuß auf den Weg gemacht. Die Schloss-Städter freuten sich über die offene Tür.

Und wer auf der Bulau übernachten will, hat auch keine Probleme. Für preisbewusste Wanderer oder Ruhesuchende gibt’s zehn Einzel- oder Doppelzimmer für 18 oder 14 Euro pro Person, dazu ein Mehrbettzimmer für bis zu sechs Personen für jeweils zehn Euro – billiger geht’s kaum, auch wenn das Frühstück dazu kommt.

(chz)

Quelle: op-online.de

Kommentare