Wahre Flut an Einser-Abiturienten

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Das gab"s noch nie: 18 Abiturientinnen und Abiturienten erreichten bei ihrer (zentralen) Reifeprüfung einen Schnitt von 1,5 oder besser. Oberstufenleiterin Christine Döbert (links) und Bürgermeister Roland Kern gratulierten besonders Julika Mara Devaux und Lukas Willmutz zur Bestnote 1,0.

Ober-Roden - Noch im vergangenen Jahr hat die Nell-Breuning-Schule (NBS) bei der Verleihung der Abiturzeugnisse stolz jene Abgänger gezählt, die eine „1“ vor ihrem Notenschnitt hatten.

Dieses Jahr konnten Oberstufenleiterin Christine Döbert und Bürgermeister Roland Kern allein 18 Abiturientinnen und Abiturienten mit einem Schnitt von 1,5 und besser auszeichnen. Zweimal 1,5, sechsmal 1,4, fünf mal 1,3 sind schon sehr gute Leistungen. Getoppt werden sie von Lea Richter mit 1,2 sowie Aileen Tabea Albert und Franziska Maria Krönke mit 1,1. Julika Mara Devaux und Lukas Willmutz verlassen die NBS mit einer glatten Eins. 129 Abiturienten erhielten am Donnerstagnachmittag in der Kulturhalle ihr Reifezeugnis. Zwei weitere Abgänger bekamen die Fachhochschulreife bescheinigt. Die Durchschnittsnote liegt in diesem Jahr bei 2,3.

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Zahlreiche Schüler bekamen Sonderauszeichnungen der Deutschen Physikalischen Gesellschaft oder „Cambridge Certificates“ für besondere Sprachkenntnisse. Sophie Eleonore Busch erhielt als Dank für ihre langjährige effektive Arbeit in der Schülermitverwaltung und als Schulsprecherin einem Blumenstrauß und reichem Beifall der Abiturienten. Der Zeugnisverleihung, bei der Rektor Jochen Zeller wegen eines Trauerfalls fehlte, gingen durchwegs kurze Reden voraus. Sie alle hangelten sich am roten Faden eines Fußballspieles entlang, schließlich fand die Zeugnisverleihung. Stufenleiterin Christine Döbert zitierte Sepp Herbergers berühmte Weisheit „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“, der Pokal ist erreicht, die Meisterschaftsfeiern stehen an. Nun gilt es zu entscheiden, welches Feld man - und möglichst mit Freude - in Zukunft bespielen möchte: „Denn ebenfalls nach Herberger ist das nächste Spiel das schwerste - aber auch das interessanteste!“

Dr. Philipp Wolf als Vertreter der Tutoren sprach nicht nur der Stufenleiterin ein uneingeschränktes dickes Lob aus, sondern ließ den akademischen Teil seiner Rede gleich ganz ausfallen. „Den können Sie in Kürze im Internet nachlesen und im nächsten Jahrbuch“, ersparte er Schülern, Eltern und Kollegen den Gang in die Verlängerung. Rauschender Beifall war ihm dafür gewiss, ebenso wie den Abiturientenvertretern Lars Hagenlocher und Pascal Jäger, die ihre prägnante Ansprache mit dem Songtext „Auf uns“ von Andreas Bourani starteten: „Wer friert uns diesen Moment ein, besser kann es nicht sein, denkt an die Tage, die hinter uns liegen, wie lang wir Freude und Tränen schon teilen.“ Beide bekannten, auch manchmal an ihre Grenzen gestoßen zu sein, doch „die Nell-Breuning-Schule hat aus uns - auch wenn das niemand richtig glaubt - gebildete junge Menschen gemacht. Wir haben gelernt kritisch zu denken und zu handeln, Flexibilität erlernt und vieles mehr.“ Welch ein Lob für eine Schule, die immer im Fadenkreuz der Meinungen steht.

Abi-Zeugnisse für Nell-Breuning-Schüler

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Und natürlich wurde auch dieser Abiturientenjahrgang unter den leicht sentimentalen Saxophonklängen von Dennis Folladores Version von „My Way“ auf ihre neuen Wege geschickt, ehe die künftigen Ex-Schüler traditionell von der Europa-Songgruppe verabschiedet wurden. Am Freitag, 4. Juli, feiern sich die Abiturienten mit einem Ball in der Kulturhalle noch einmal selbst.

(chz)

Quelle: op-online.de

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