Neubau von INCOE offiziell übergeben

Europazentrale bündelt Kräfte

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Die neue Europazentrale von Incoe an der Carl-Zeiss-Straße kann sich sehen lassen. Gestern wurde das Gebäude offiziell übergeben.

Ober-Roden - Nach sieben Monaten Bauzeit ist gestern die Europazentrale des weltweit operierenden Unternehmens Incoe im Gewerbegebiet Ober-Roden offiziell eröffnet worden.

Nur wenige Meter von seinen drei bisherigen Standorten entfernt, hat der Heißkanalhersteller einen dreistöckigen Neubau und die Produktionshalle bezogen. Kosten: etwa zehn Millionen Euro. Incoe stellt beheizte Leitungssysteme für die Kunststoffschmelze her und gilt in der Branche als Pionier auf diesem Gebiet. Die Heißkanaltechnik dient der Verarbeitung von Kunststoffen im Spritzgussverfahren. Abnehmer sind zum Beispiel die Automobilindustrie und ihre Zulieferer.

Die Zentrale des 1958 gegründeten US-Unternehmens steht in Troy, Michigan. Weitere Fertigungsstätten sind in den Vereinigten Staaten, Deutschland, Brasilien, Singapur und China. Das Service- und Vertriebsnetz umfasst mehr als 35 Länder. Endlich alles unter einem Dach! Das Unternehmen in Privatbesitz konzentriert auf dem 14.400 Quadratmeter großen Grundstück in der Carl-Zeiss-Straße die bisher auf drei Standorte verteilten Arbeitsbereiche und bündelt damit seine Kräfte. Das macht die Zusammenarbeit effizienter, viele Laufwege fallen weg. Der Betrieb kann sich an dem relativ teuren Standort nur behaupten, indem er effizienter arbeitet als die Mitbewerber.

160 Mitarbeiter werden beschäftigt

Der Neubau mit 1800 Quadratmeter Bürofläche und 3400 Quadratmeter Produktion beherbergt den neuen Verwaltungssitz der Incoe International Europe. Das Unternehmen beschäftigt dort 160 Mitarbeiter.

Der Vorstandsvorsitzende Eric J. Seres (rechts) überreichte an den Europachef und General Manager Gunnar Gramatzki einen übergroßen Schlüssel. Daran schlossen sich Fachreferate und eine Führung an. Heute ist bei Incoe Familienfest.

Zwei Drittel des Grundstücks hat Incoe vom Baukonzern Bilfinger erworben, den Rest (5000 Quadratmeter) von der Stadt für zehn Jahre gepachtet. Incoe hat die Option, das städtische Grundstück unter Anrechnung der bis dahin aufgelaufenen Pachthöhe zu kaufen. Erstmals fällig ist der Pachtzins am 1. Januar 2016. Es hatte auf der Kippe gestanden, ob die Firma weiterhin in Ober-Roden produziert. Die Stadt kam dem Familienunternehmen mit der Möglichkeit, das Gelände zu pachten, statt es kaufen zu müssen, aber sehr weit entgegen. Vorstandsvorsitzender Eric J. Seres, der Enkel des Firmengründers Alex Seres, betonte in seiner Ansprache, er sei vom Erfolg, der Effizienz und der Konkurrenzfähigkeit des Standorts Europa überzeugt. Den Gästen aus dem Kreis der Belegschaft und der Kunden rief er zu: „Wir haben das für Sie gebaut. Unser Ziel ist es, Ihre Erwartungen noch zu übertreffen.“

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Als sichtbares Zeichen des Vertrauens in den Standort Rödermark überreichte Seres vor den Augen seiner aus den USA angereisten Familie dem General Manager und Europachef Gunnar Gramatzki einen überdimensionalen Schlüssel. Gramatzki hatte zuvor die Gäste begrüßt, unter ihnen auch Bürgermeister Roland Kern. Ihm dankte der Europachef für die gute Zusammenarbeit vor und während der Bauzeit. Gramatzkis Dank galt auch allen, die am Bau mitgewirkt hatten und natürlich den Mitarbeitern. Sie hatten den Umzug ins neue Firmengebäude in kürzester Zeit bewältigt.

„Bisher mussten Abteilungen wie Anwendungstechnik, Konstruktion und Montage in drei überwiegend angemieteten Gebäuden koordiniert werden“, beschrieb er nochmals die Nachteile aus früheren Tagen. Die neue Europazentrale schöpfe nun alle gestalterischen Möglichkeiten für eine effektive Produktion, Verwaltung und Kundenbetreuung aus. 

bp

Quelle: op-online.de

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