Magistrat, Verwaltung und Stadtverordnete analysieren die Lage

Neubaugelände dringend gesucht

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Eins der größeren zuletzt entwickelten Baugebiete waren die Rennwiesen in Urberach. Dort ist der Endausbau von Straßen und Gehwegen inzwischen weit fortgeschritten.

Die Suche nach neuen Baugebieten treibt die Stadtverordneten in ihrer nächsten Sitzung am 14. /15. Mai in der Halle Urberach um. Zum Thema liegen mehrere Anträge und Vorlagen vor. Die SPD-Fraktion fordert pauschal die Ausweisung von elf Hektar Wohnbaufläche.

Rödermark – Wo die Neubaugebiete liegen sollen, lassen die Genossen in ihrem Antrag offen. Zuletzt angedacht war unter anderem eine Fläche zwischen Oberwiesenring, Rödermarkring, Albert-Einstein-Straße und Marienstraße. Mit Ausweiung der elf Hektar solle die Stadt ihren Beitrag zur Bewältigung des Siedlungsdrucks in der Region Rhein-Main leisten. Zugleich solle ausreichender und bezahlbarer Wohnraum für die Einwohner Rödermarks selbst geschaffen werden.

Die SPD-Fraktion verweist auf die allgemein anerkannte Prognose eines Bevölkerungszuwachses im Kreis Offenbach von 30.000 neuen Einwohnern bis 2030. Da acht Prozent der Einwohner des Kreises Offenbach in Rödermark wohnten, ergäbe sich daraus für die Stadt ein anteiliger Zuwachs von 2400 Einwohnern. Um auch nur einem Teil des Zuzugs und des „Nachholbedarfs wegen der verfehlten Planungspolitik gerecht zu werden“, fordert der SPD Fraktionsvorsitzende Norbert Schultheis in einer Presseerklärung, bis 2025 die Voraussetzungen für den Zuzug von wenigsten 1200 Neubürgern zu schaffen. Dazu sei ein Baugebiet von elf Hektar nötig. Mit diesem Antrag bewege sich seine Partei „am unteren Ende des Notwendigen“, so Schultheis.

Bauverwaltung und Magistrat listen in einer Vorlage folgende Zahlen auf. Der Flächennutzungsplan 2010 weist aktuell 27,8 Hektar Zuwachsflächen für Wohnbebauung aus. 8,2 Hektar wurden davon bisher realisiert. Bei Gewerbeland sieht dieses Verhältnis 13,1 zu 9,3 Hektar aus. Von den noch verbleibenden Wohnbauflächen teilen sich die großen Stücke wie folgt auf: 4,6 Hektar nördlich dem Alten Seeweg, 7,7 Hektar östlich des Spessartrings und 6,4 Hektar südwestlich der Kinzigstraße. Der Magistrat rechnet mit einem Bevölkerungszuwachs bis 2030 um 4,2 Prozent auf dann 28400 Einwohner und mit einem zusätzlichen Wohnungsbedarf für nur etwa 1000 Menschen.

Eingehend hatte sich die FDP mit dem Thema in einer Flächenanalyse befasst – und letztlich damit eine interfraktionelle Debatte und Problembehandlung begünstigt. Fazit der Liberalen: „Der neue Regionale Flächennutzungsplan 2020 soll für Rödermark mindestens 35 Hektar Flächen für Wohnbauentwicklung und mindestens 20 Hektar Flächen für Gewerbeentwicklung bereitstellen, für die heute noch kein Aufstellungsbeschluss existiert. Entsprechende Flächenvorschläge sind zu machen.“  

bp

Quelle: op-online.de

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