Neue Verkehrsführung Am Zilliggarten irritiert Autofahrer

Wegweiser führt in Sackgasse

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Bitte wenden! Die Beschilderung an der Kreuzung Am Zilliggarten / Bruchwiesenstraße / Im Urbruch irritiert. Der Wegweiser (rechts im Bild) schickt Autofahrer ausgerechnet in eine enge Sackgasse, in der man nur umständlich wenden kann. Weitere Hinweisschilder sollen früher auf diesen misslichen Umstand hinweisen. Links liegt die Bruchwiesenstraße, rechts geht’s in die Straße Im Urbruch, geradeaus weiter in der Straße Am Zilliggarten.

Urberach -Autofahrer wenden genervt, andere fahren einfach in die gesperrte Straße, wieder andere merken erst zu spät, dass sie in einer engen Sackgasse sind und sitzen schimpfend hinterm Steuer: Die neue Beschilderung an der Kreuzung Am Zilliggarten/Bruchwiesenstraße/Im Urbruch irritiert und frustriert.

Sogar Rödermarks Verkehrsdezernent Jörg Rotter hat sich von den Schildern leimen lassen und sich – wie er sagt – „sehr geärgert“. Bauarbeiten in der Straße Am Zilliggarten sind seit Montag für eine neue Verkehrssituation dort verantwortlich. Eine Firma verlegt Gasleitungen. Die Straße wird am Rand aufgebrochen. Sie ist deshalb ab der Kreuzung mit der Bruchwiesenstraße gesperrt.

In die Bruchwiesenstraße wiederum darf man dort nicht abbiegen: Durchfahrt verboten! Ein Verkehrsschild schickt Autofahrer in die einzig mögliche Richtung – nach rechts in die Straße Im Urbruch. Diese Straße ist aber eine enge und zugeparkte Sackgasse, in der man nur mit ordentlich Gekurbel am Steuer umdrehen kann.

Am Montag wies das Verkehrsschild nicht nur nach rechts, sondern obendrein geradeaus in die gesperrte Straße Am Zilliggarten – was totaler Unsinn war. Gestern war der Geradeauspfeil dann mit einem X durchgestrichen. Das macht das Verwirrspiel aber nicht viel besser. Denn in die Sackgasse Im Urbruch werden die Autofahrer trotzdem noch immer geschickt.

Gekniffen von der unglücklichen Neuregelung sind besonders Anwohner der Bruchwiesenstraße. Sie müssen weite Umwege in Kauf nehmen, um an ihr Haus zu gelangen. Bisher konnten sie an der Kreuzung Am Zilliggarten/Bruchwiesenstraße weiterfahren und in die Straße An der Bleiche einbiegen. Dann fuhren sie nach links ab in die Tiefen Wiesen und gelangten von dort in die Bruchwiesenstraße – und ruck zuck waren sie zuhause. Wegen der Bauarbeiten ist dieser Weg nun allerdings gekappt. Anlieger der Bruchwiesenstraße müssen über die Rodaustraße zurück bis zum Aldi, dann rechts Richtung Bahnhof abbiegen und hinter dem Bahnübergang in die Bruchwiesenstraße fahren. Oder über die Konrad-Adenauer-Straße, Bachgasse, die Tiefen Wiesen in die Bruchwiesenstraße steuern. Macht jedes Mal ungefähr zwei Kilometer Umweg. Um den zu vermeiden, fahren manche Am Zilliggarten unter Missachtung der Verkehrsregeln kurzerhand nach links in die gesperrte Bruchwiesenstraße hinein.

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Die Reaktionen von Autofahrern und Anwohnern reichen von Wut und Frust bis hin zu Verständnis. „Die neue Verkehrsführung müsste viel früher angezeigt werden – und nicht erst an der Kreuzung“, schimpfte gestern die Fahrerin eines VW Tiguan, die wenden musste. „Die spinnen, so was zu machen“, meinte eine Anliegerin. „Wenn die Bauarbeiten zu einer Verbesserung der Versorgung führen, müssen wir das halt hinnehmen“, argumentierte hingegen ihr Nachbar. „Strom und Gas will jeder zuhause haben, aber keine Baustelle. Das kann nicht funktionieren.“

Erster Stadtrat Jörg Rotter gehörte ebenfalls zu den in die Irre geführten Autofahrern. Sein Urteil: „Die Ecke ist nicht sauber ausgeschildert.“ Tatsächlich ist die Ursache der Misere ein vergessenes Hinweisschild, das schon weit vor der Baustelle vor dem Engpass warnt. Rotter veranlasste Nachbesserungen. Die Beschilderung von Baustellen ist grundsätzlich Sache der Baufirmen oder von Firmen, die von den Baufirmen beauftragt werden. Sie legen der Stadt dann Beschilderungspläne vor, die von der Stadt genehmigt werden müssen. Das hilft freilich wenig, wenn nicht alle Schilder aufgestellt werden. (bp)

Quelle: op-online.de

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