Neuer Bus ohne Fahrer?

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Wenn die evangelische Kirchengemeinde nicht rasch eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter im Freiwilligen sozialen Jahr findet, müssen die Hauptamtlichen den neuen Bus wohl bald schieben (im Bild von links: Sekretärin Martina Heckroth, die Gemeindepädagogen Britta und Frank Daxer, Pfarrer Oliver Mattes und der jetzige FSJ‘ler Benjamin Heckwolf).

Ober-Roden (chz) ‐ Nach langer Wartezeit hat die evangelische Kirchengemeinde Ober-Roden endlich wieder einen neuen Bus – genauso gockelgelb, doch noch größer, noch schöner und unschwer zu erkennen am gleichen Aussehen wie der vorherige, der einem unverschuldeten Unfall zum Opfer fiel.

Doch nun steht das nächste Problem vor der Tür: Ende August ist die Dienstzeit von Benjamin Heckwolf, dem derzeitigen Mitarbeiter im Freiwilligen sozialen Jahr, vorbei. Ein Nachfolger ist trotz intensiver Suche noch nicht in Sicht. Nun rollt also wieder der quietschgelbe Gockel-Bus, doch womöglich ohne Fahrer!

Weil die Bundesregierung den Wehr- und Zivildienst gekürzt hat und die Zuschüsse für Mitarbeiter im Freiwilligen sozialen Jahr ab Januar 2011 streichen will, steht die Fortführung der von Benjamin Heckwolf geleisteten Arbeit auf der Kippe. Wenn das Freiwillige soziale Jahr nun doppelt so lang wie die neue Zivildienstzeit ist – was mehr als ein ganzes Semester bedeutet – und die FSJ-Mitarbeiter zudem weit teurer für die Kirche werden, ist die Kontinuität gefährdet.

Dabei ist das Freiwillige soziale Jahr durch die pädagogische Mitarbeit weit über die Aufgabenbereiche eines Zivildienstleistenden hinaus eine echte Alternative für all jene jungen Menschen, die sich ihres weiteren Lebensweges noch nicht ganz sicher sind oder die eine Wartezeit überbrücken müssen. Sowohl Jungen als auch Mädchen können es ableisten.

Die evangelische Kirchengemeinde Ober-Roden ist weiter optimistisch. Sie freut sich auf neue Bewerber, die sich bei Benjamin Heckwolf oder im Gemeindebüro, Rathenaustraße 1, Tel. 06074 94008, E-Mail fsj@gockel.info über Aufgaben und Zielsetzungen der Mitarbeit im FSJ informieren können.

Quelle: op-online.de

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