Neues Eiscafé im „Zehnthof“

Erfrischung in Ober-Rodens Mitte

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Die süßeste Form der Ortskernbelebung ist das neue Eiscafé im „Zehnthof“. Zwei Dutzend Sorten - Klassiker und ungewöhnliche Kreationen wie Energy-Eis - bereitet Alan Zoppés Team täglich frisch zu. 

Ober-Roden - Gastronomen bringen frischen Wind ins Zentrum von Ober-Roden. Im „Zehnthof“, dem wohl prominentesten Leerstand des Stadtteils, hat Alan Zoppé sein Eiscafé „Gelatikissimo“ eröffnet.

Ebenfalls noch recht neu sind der italienische Supermarkt „La Spesa“ mit integriertem Bistro und das „Sushi Crown“. Von solchen Magneten profitiere der ganze Ortskern, hofft Wirtschaftsförderer Till Andrießen auf weitere Impulse. Alan Zoppé betreibt schon im Rathaus-Center Dietzenbach eine Eisdiele. Fast ein Jahr baute er den ehemaligen türkischen Supermarkt neben dem Ober-Röder Rathaus um. „Boden, Toiletten, Wände - alles neu“, sagt er. Blickfang ist die Kühltheke mit 24 Sorten Eis aus eigener Produktion. Das tägliche Frühstücksbüfett, herzhafte Snacks und Prosecco runden sein Angebot ab. Schon morgens ab 9 Uhr sind Zoppé und seine und seine Mannschaft für ihre Kundschaft da.

Das „Gelatikissimo“ ist in den Augen Andrießens ein gutes Beispiel, wie Vermieter und Mieter aus einem Leerstand ein Geschäft mit Perspektiven machen können. Beide hätten Geld in die Hand genommen. Das sei aber nicht immer der Fall. Vermieter würden oft nur das Nötigste in ihre Immobilien investieren und wunderten sich, wenn sich keine Interessenten meldeten. Andrießen unterscheidet zwei Sorten von leeren Läden. In den einen hängt allenfalls ein Schild „Zu vermieten“ mit der Telefonnummer des Besitzers. Wenn er die Hilfe der Wirtschaftsförderung anbiete, erhalte er keine Antwort.

„Midde noi“ in Ober-Roden

„Midde noi“ in Ober-Roden

Mehr Engagement zeigten die Besitzer des ehemaligen Fitness-Studios am Marktplatz und der Gaststätte direkt gegenüber. „Hier befinden wir uns mit den Eigentümern im Gespräch beziehungsweise vermarkten die Immobilien über unsere Homepage“, sagt Andrießen. Er ist optimistisch, dass das Fitness-Studio vielleicht noch in diesem Monat neu vermietet wird. Wer einziehen könnte, will er noch nicht verraten, deutet aber an, dass es auch dort eine Nutzung jenseits des Standards gibt. „Wir haben zum Glück keine großen Leerstände in Ober-Roden“, widerspricht Andrießen dem Eindruck vom Ladensterben im Ortskern. Guter Dinge ist er auch in Sachen Wettbüros, Spielhallen und Ein-Euro-Shops, die in ihrer Nachbarschaft oft eine Abwärtsspirale in Gang setzen: Die seien in Ober-Roden kein Thema. 

(lö)

Quelle: op-online.de

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