Neugestaltung des Kita-Außengeländes an der Pestalozzistraße

Frischzellenkur für Spielhügel

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Der langweilige Spielhügel auf dem Außengelände der Kita aus Gummi wurde ideenreich aufgefrischt.

Urberach - Die städtische Kita an der Pestalozzistraße braucht dringend ein neues Außengelände. Mamas, Papas und Kinder packen bei der Umgestaltung mit an. Die Stadt steuert 17 000 Euro bei, der Förderverein und Sponsoren erledigen den Rest.

Rennen, Klettern, Rutschen, Matschen, Käfer beobachten – all das würden die Kinder der Kita Pestalozzistraße gerne in ihrem Wunschgarten tun. Doch das Außengelände wird den Kindergarten- und Hortkindern nur teilweise gerecht. Noch. Denn dem lange gehegten Wunsch von Kindern, Erzieherinnen und Eltern nach einer Neugestaltung ist man inzwischen einige Schritte nähergekommen. Und dafür haben Väter, Mütter und Kinder selbst mit angepackt, haben Gräben ausgehoben, Holzstämme und Steine geschleppt, gesägt und gebohrt, Fundamente betoniert. Lohn der Mühen: Ein langweiliger roter Gummihügel bekam interessante Aufstiegsmöglichkeiten und eine Klettermauer bietet ganz neuen Spiel- und Abenteuerspaß. Abgeschlossen ist nun der erste Bauabschnitt des auf zwei bis drei Jahre angelegten Beteiligungsprojektes. Den Helfern und vom Förderverein dankt Erster Stadtrat Jörg Rotter ganz besonders.

Das Außengelände bot tatsächlich einen traurigen Anblick. In den vergangenen Jahren mussten Spielgeräte – etwa ein Klettergerüst und eine Rutsche – aus Sicherheitsgründen abgebaut werden. Aufgrund leerer städtischer Kassen konnte kein Ersatz geschaffen werden, so dass die Kinder bis zum Beginn der Aktion mit einem Sandkasten, einer Schaukel und einem kleinen Holzhäuschen zufrieden sein mussten.

Auf die Eltern war Verlass

„Es war wirklich an der Zeit“, freute sich Kita-Leiterin Renate Stenger, als es tatsächlich losging. Auf die Eltern konnte sie sich verlassen. Rund 30 Helfer schufteten, Mütter hatten Kuchen gebacken, das Kita-Team eine Suppe gekocht, vom Café Schließmann gab es eine stärkende Brötchenspende.

Mit Rat und Tat stand die mit dem Bau der Mauer beauftragte Firma Fischer zur Seite, stellte einen Bagger samt Fahrer. Sämtliches Werkzeug stellte die Firma Richard Bau zur Verfügung.
Das Resümee der Fördervereinsvorsitzenden Sonja Schreiber: „Es lief super!“ Zwei Wochen später waren die Eltern noch einmal gefragt, als es darum ging, die Betonfundamente zu gießen.

Wünsche wurden im Gesamtkonzept berücksichtigt

Seit Jahren engagiert sich der Vorstand des Fördervereins für die Neugestaltung der außen gelegenen Spielfläche in naturnaher Bauweise. Bei allen möglichen Gelegenheiten wurden Gelder für das große Ziel zusammengetragen, man schrieb mögliche Sponsoren an.

Anfang dieses Jahres wurde es allmählich ernst. Zusammen mit dem Ingenieurbüro Stadt & Natur, das für die Stadt auch das Spielgelände am Maiglöckchenpfad als Beteiligungsprojekt auf den Weg gebracht hat, ging die Kita-Familie ans Werk. Die Kinder formulierten Vorschläge Erzieherinnen machten sich Gedanken, die Eltern äußerten sich per Umfrage. Daraus ergab sich eine Hitliste der gewünschten Spiellandschaften. All das floss ein in das Gesamtkonzept. Am Tag der offenen Gärten präsentierte der Förderverein die Pläne der Öffentlichkeit und warb um weitere Spenden.

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Die Stadt gab den ersten Bauabschnitt in Auftrag und sicherte 17.000 Euro zu, danach konnten die Detailplanungen erstellt werden. Mit der Elternaktion erwirtschaftete der Förderverein einen Gegenwert von 3.500 Euro; Geld wert war auch das Engagement der stellvertretenden Fördervereinsvorsitzenden Elke Suden. Die Architektin hatte den Planungsprozess in Gesprächen mit der Stadt und dem Ingenieurbüro vorangetrieben und auch Aufmaße angefertigt. 2014 stehen weitere Arbeitseinsätze für die Eltern an. (bp)

Quelle: op-online.de

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