Neuer Leiter soll Defizit senken und Qualität halten / Tage der offenen Sauna-Türen

Nothelfer Chef im Badehaus

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Simon Nothelfer ist neuer Leiter im Badehaus Rödermark. Dem Schwimmbad bescheinigte er eine „hervorragende Akzeptanz und Resonanz“.

Urberach - (lö)  Das Wortspiel drängt sich geradezu auf: Ein Nothelfer soll das defizitäre Badehaus rentabler machen, ohne dass die von den Besuchern geschätzte Qualität leidet. Der Nothelfer heißt Simon mit Vornamen, ist seit Mai Leiter des Badehauses und will dessen „offene Potenziale“ herauskitzeln.

Sein Nachname lässt‘s vermuten, doch als Krisenmanager sieht sich der 32-Jährige nicht: „Das Badehaus ist eine Herausforderung.“ Erste organisatorische Änderungen will er im September vorstellen.

Fakten:

Das Badehaus meldete im vergangenen Jahr ein „Plus in allen Bereichen“.

Im Schwimmbad wurden 128000 Besucher gezählt, was einer Steigerung von 5,3 Prozent entspricht.

24000 Gäste schwitzten in der Sauna, das sind ein Drittel mehr als im Jahr davor.

Die Zahl der Wellness-Anwendungen stieg um 14 Prozent auf 4500.

Trotzdem hat sich das Defizit nicht reduziert. Stadtrat Sturm erwartet wieder einen Verlust von etwa 960000 Euro. Grund seien höhere Betriebs- und Personalkosten.

Für 75 Prozent des Jahresverlustes ist laut Sturm das Bad verantwortlich.

Die Kommunalen Betriebe (KBR) suchten bundesweit nach einem Nachfolger für Sven Mayer und wurden in Köln fündig, erläuterte der für KBR zuständige Erste Stadtrat Alexander Sturm. Simon Nothelfer arbeitete seit sieben Jahren in der Claudius-Therme, war zuletzt Mitglied der Betriebsleitung. Das Thermalbad mit den Schwerpunkten Sauna und Wellness zählt pro Jahr rund 460 000 Besucher. Die Stiftung Warentest bezeichnete es als „rumdum gelungen“ - eine Wertung die außer der Claudius-Therme nur noch die Therme Erding in München erhielt.
Nothelfer will vor allem weitere Besucher in die Badehaus-Sauna locken. Die hebt sich dank ihrer Aufgießer von der Konkurrenz ab, doch der neue Chef stellte auch fest: „Da ist noch einiges an Potenzial offen.“
Bei Tagen der offenen Tür am 17. und 18. Juli können Neugierige von 10 bis 17 Uhr durch die kühlen Saunen schlendern. Ab 18 Uhr fließt dann der Schweiß - zum Sonderpreis von sieben Euro.

Quelle: op-online.de

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