Gymnasium lässt Kinder abblitzen

Absage an Schüler beschäftigt unsere Leser

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Rödermark - 24 Viertklässler, die nach den Sommerferien ein Gymnasium besuchen wollten, sind an der Ricarda-Huch-Schule und am Adolf-Reichwein-Gymnasium abgeblitzt: Kinder aus Dreieich und Heusenstamm hatten Vorrang.

Die Absagen beschäftigt nicht nur die Politik, sondern auch unsere Leser auf www.op-online.de. Die Diskussion in Auszügen: „Es ist ein Skandal, dass die Politik es so weit hat kommen lassen“, schimpft der FDP-Fraktionsvorsitzende Tobias Kruger. Die schaffe es nicht, Elternwünschen nach einem rein gymnasialen Bildungsweg nachzukommen. Kruger und sein Stellvertreter Dr. Rüdiger Werner erinnern daran, dass die FDP seit Jahren schon ein Gymnasium für Rödermark fordert. Gymnasialplätze allein nach dem Wohnort zu vergeben, verletze den Gleichheitsgrundsatz massiv.

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Kruger und Werner bringen die räumliche Zusammenarbeit zwischen Gymnasien, die aus allen Nähten platzen, und Haupt- oder Realschulen, die oft noch freie Klassenzimmer hätten, ins Spiel Kruger: „Im Übrigen wäre die im Sommer frei werdende Helene-Lange-Schule in Urberach eine gute Gelegenheit, nochmals über ein ergänzendes Gymnasium als langfristige Lösung nachzudenken.“ „Das Leben ist kein Wunschkonzert“, hat Zauberhexe Verständnis für die Absage und zweifelt das Argument Eignung vor Wohnort an: „ Wollen die Eltern einen Numerus clausus?“

Für Gebürtiger Hesse dagegen ist die Eignung der zentrale Punkt der Schulwahl: „Kinder, die diese Leistung nicht erbringen können und nur auf Wunsch der Eltern auf ein Gymnasium kommen, werden nicht glücklich und schon im frühen Alter mit den Realitäten konfrontiert!“ Eine Lanze für die Gesamtschule bricht Der Zugereiste: „In Rödermark gibt es mit der Nell-Breuning-Schule (NBS) ein gutes Angebot. Meine Tochter hat vor zwei Jahren hier ihr Abitur gemacht und kann in ihrem Studium an der Uni Frankfurt mit allen Abiturienten gut mithalten und liegt gerade in den kritischen Fächern wie Mathematik oder Biologie deutlich über dem Durchschnitt.“

„Wer sagt denn, dass die Betroffenen sich nur auf eine Schule fixiert haben“, erläutert Betroffene den Aufwand der 24 Eltern. „Wir haben alle bis zu drei Wünsche abgegeben. Wenn man aber vom Schulamt bis Anfang Juni hingehalten wird, und dann die zweiten und dritten Wünsche auch nicht berücksichtigt wurden, weil dort die Vergaben schon statt gefunden haben, dann frage ich mich wie viel Flexibilität soll man da noch zeigen?“ Citoyen zieht schwer vom Leder: „15 Jahre Schulpolitik der CDU und immer noch sozialistische Realität? Nach jahrzentelanger Dominanz im Kreis. Nach x CDU"lern als Leiter des staatlichen Schulamts? Totalversagen der schwarzen Schulpolitik!“

Quelle: op-online.de

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