Im Internet tummeln sich Ganoven

Betrug beim Immobiliengeschäft

Ober-Roden - Das Ehepaar K. aus Ober-Roden traute seinen Augen nicht. Ihr Haus, das die Eheleute im Internet zum Mieten angeboten hatten, stand plötzlich zum Verkauf auf einer anderen Internetseite. Betrug!

Versuchter Immobilienbetrug in Ober-Roden: Gauner wollten bei Immobilieninteressenten für ein Haus abkassieren, das ihnen gar nicht gehört. Sie kopierten aus einer seriösen Vermietungsanzeige auf ImmobilienScout24 Bilder, Text und Adresse des Objekts heraus und boten das Gebäude der Eheleute K. aus Ober-Roden auf einem anderen Portal zum Kauf anonym per Chiffre an.

Besichtigungstermine sollten ausschließlich gegen Vorabzusendung einer Ausweiskopie des Interessenten und dann gegen Überweisung von 5000 Euro zustandekommen. Um das Lock-Angebot finanziell trotzdem interessant zu halten, boten die Ganoven das Haus zu einem Spottpreis an. Wer per E-Mail Kontakt aufnahm, dem wurde folgende Geschichte aufgetischt: Angeblich gehöre das Haus in Ober-Roden einer Familie aus England, die nach einigen Jahren in Deutschland wieder zurück auf die Insel gezogen sei. Jetzt wolle sie nachträglich noch schnell das Immobiliengeschäft über einen Makler abwickeln.

Die Ober-Röder Hausbesitzer bekamen Wind von der Sache, weil reihenweise Interessenten an dem noch vermieteten Haus klingelten. Einige hatten tatsächlich ihre Ausweiskopien an die Betrüger abgeschickt.

Die Mieter wussten nicht, wie ihnen geschah – und sie meldeten sich bei ihren Vermietern. Die Hausbesitzer veranlassten sofort die Löschung der Anzeige. Ihre Liegenschaft ist inzwischen wieder neu vermietet.

Der Offenbacher Polizei ist die Masche vertraut. Sie wird auch bei Ferienwohnungen, Autos und Motorrädern gespielt. Es handele sich um eine Tätergruppe aus England, die im Internet geschickt ihre Spuren verwische, teilte die Polizeipressestelle auf Anfrage mit..

ImmobilienScout24 kennt diesen Vorkasse-Betrug natürlich ebenfalls. Das Unternehmen hat deshalb nach eigenen Angaben verschiedene technische Filter und Abfragen installiert, die neu eingestellte Objekte überprüfen. Verdächtige Objekte (Anzeigen) könne das Team Qualitätssicherung damit in der Regel innerhalb kürzester Zeit identifizieren. Diese würden dann deaktiviert.

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Sollte sich der Verdacht erhärten, lösche ImmobilienScout24 das Angebot und sperre das dazugehörige Anbieterkonto, versicherte die Pressestelle. Darüber hinaus informiere die Firma ihre Kunden mit Newslettern sowie unter www.sichere-immobiliensuche.de oder sicherheit.immobilienscout24.de über Betrugsmethoden. Kunden hätten die Möglichkeit, verdächtige Objekte dem Kundenservice zu melden. Das gehe telefonisch oder via E-Mail: support@immobilienscout24.de – oder indem sie die Funktion „Angebot an ImmobilienScout24 melden“. (bp)

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: dpa

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