Familienunternehmen Haberstroh

Baustellen-Spezialist hat 160 Mitarbeiter

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Olaf Hacker bringt Schalrohre, die das Betonieren von Säulen vereinfachen, auf die vom Kunden gewünschte Länge.

Ober-Roden - Egal, ob Ingenieurbauten - also Brücken und Tunnels - oder große Wohnprojekte wie das Europa-Viertel in Frankfurt: Produkte und Dienstleistungen der Firma Haberstroh machen Architekten und Maurern das Arbeiten einfacher und schaffen Bauwerke von Wert.

Das Unternehmen, das allein in Ober-Roden 115 Menschen beschäftigt, feiert seinen 40. Geburtstag. „Wir haben mit allem zu tun, was sehr betonlastig ist“, umschreibt Geschäftsführer Eugen Haberstroh das Tätigkeitsfeld für Laien. Die neue Börse in Eschborn ist eines der Referenzobjekte, auf die die Haberstroh Baubedarf GmbH verweisen kann. Im Frankfurter Europa-Viertel halten so genannte weiße Wannen aus Beton die Keller und Tiefgaragen unzähliger Wohnungen trocken. Auch Tausende von Balkonen im neuen In-Quartier werden dank Haberstroh-Technik ohne Kältebrücke mit dem Baukörper verbunden.

Eugen Haberstroh sen. hatte das Unternehmen am 4. August 1974 in Dietzenbach gegründet. In der Max-Planck-Straße richtete er das erste Lager ein, als Büro zweigte er einen Teil seines Hauses am Hexenberg ab. 1979 siedelte die Firma nach Ober-Roden in die Odenwaldstraße um. Seine Söhne Eugen und Michael band er schon früh ins Geschäft ein.

Die Geschäftsführer Eugen (rechts) und Michael Haberstroh (2. von rechts) erläuterten den Geburtstagsgästen das breit gefächerte Angebot ihres Unternehmens.  

Ein kluger Schachzug wie sich in der schwersten Zeit des Unternehmens herausstellte. Denn der Seniorchef wurde 1986 schwer krank und starb am 12. September 1987 im Alter von nur 56 Jahren. Die Brüder übernahmen die Firma, auf deren Gehaltsliste ganze sieben Mitarbeiter standen. Eugen und Michael Haberstroh bauten die Baubedarf GmbH Stück für Stück weiter aus. Die wichtigsten Daten: 1992 gründeten sie die adicon-Gesellschaft für Bauwerksabdichtungen, 1996 folgte die adicon-Niederlassung in Thüringen. 2008 richteten Eugen und Michael Haberstroh den Blick nach Süden. Sie eröffneten die Niederlassungen Augsburg/München und in Graz. Seit 2012 ist das Unternehmen auch in Norddeutschland aktiv.

In Ober-Roden wurde der Platz immer knapper, das Lager war zwischenzeitlich auf vier Standorte verteilt. 2011 entschlossen sich die Haberstroh-Brüder zur großen Lösung und konzentrierten das Baubedarf-Lager auf dem ehemaligen Jado-Gelände. Doch auch 5 500 Quadratmeter Hällenfläche reichten nicht lange. Nach der Integration des adicon-Lagers und der Werkstätten sind 7 500 Quadratmeter Fläche der aktuelle Stand.

Mit zwei Zahlen beeindruckte Eugen Haberstroh auch die Fachbesucher der Geburtstags-Hausmesse. 90 Prozent der Lieferungen erledigt das Unternehmen mit eigenen Lkw, denn auf dem Bau ist Zeit mehr als in vielen anderen Branchen Geld. Und der Inhalt des riesigen Lagers - vom acht Zentimeter langen Kunststoffnagel bis zum sechs Meter hohen Schalrohr - wird innerhalb eines Jahres bis zu 14 Mal umgeschlagen.

Im 40. Jahr ihres Bestehens beschäftigt die Firmengruppe 160 Mitarbeiter, den Löwenanteil davon in Ober-Roden: 115. Und die dritte Generation Führungskräfte steht schon in den Startlöchern: Thomas, der Sohn von Michael Haberstroh, ist seit 2013 Bau- und Projektleiter.

Quelle: op-online.de

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