Lehr’sche Chöre

Feucht-fröhliches Konzert am Muttertag

+
Klassische Lieder rund um das Thema Wein und Genuss gaben der Männerchor und das Vokalensemble der Lehr’schen Chöre zum Besten – geleitet von Regina Wahl.

Ober-Roden - Musik, Speisen und Getränke: Dieses Konzept bescherte den Lehr'schen Chören wieder einen vollen Saal.

Welche Mutter wird nicht gern wenigstens einmal im Jahr mit „Musik, Wein und Schmaus“ gefeiert? Die Idee der Lehr’schen Chöre, am Muttertag ein feucht-fröhliches Konzert rund um den guten Frankenwein zu präsentieren, war ein Volltreffer. Zumal es den kommerziellen Beigeschmack verlor, da der eingeladene Weinkenner und Winzer Armin Heilmann der Bruder der Dirigentin Regina Wahl ist. Eine Art Familienkonzert am Familientag – das passte. Nicht nur der Männerchor und das Vokalensemble hatten sich alle Mühe gegeben, passende Trinklieder rund um die Lebensfreude zu Gehör zu bringen, auch Bariton (und Ehemann) Peter Wahl faszinierte mit Liedern rund um den holden Tropfen.

Dazwischen erzählte Winzer Armin Heilmann den Zuhörern viel Wissenswertes vom Frankenwein, rund um seine Michelbacher Anbaugebiete und speziell von den Lagen, die dazwischen verkostet wurden: Weiß, Rosé oder der in Franken einmalige „Rotling“, in dem rote und weiße Trauben eines ganz bestimmten Bodens zusammen geerntet und auch zusammen verarbeitet werden. Natürlich bedurfte es einer leckeren und bodenständigen Grundlage für diese Verkostung. Gemeinsam mit ihrem traditionellen Partyservice bewirteten die Damen vom Team ihre Gäste lecker mit Dips, würzigen Käsevariationen und Winzerplatte – dann konnte der nächste Wein guten Gewissens getestet werden. Der Genuss für den Leib war groß, doch auch der Genuss für die Seele kam bei den lebensfrohen Liedern der Lehr’schen Chöre nicht zu kurz.

Genießen wie August der Starke: Die Sächsische Weinstraße

Und auch die Optik bezauberte, nachdem sich die meisten der Sängerinnen in stilechte Dirndl gewandet hatten. Eine große Überraschung kam ebenfalls im Dirndl zu Besuch: „Wie ich äwer hier roi bin, hat mich so en Alte fürs Schneewittche von Owwerrode gehalte. Sach noch, guder Mann, wo denke Sie hin: ich bin Regina die Erste, die Weinkönigin!“ Schon da grölte wohl jeder im Saal, denn in der Kluft der Michelbacher „Weinkönigin Regina“ steckte diesmal ihr Ehemann Peter Wahl und bezauberte als Hobby-Fastnachter mit einer eigens geschriebenen herzerfrischenden (Bütten-)Rede. So macht Vereinsleben Spaß, denen, die dabei sind, ebenso wie denen, die davon profitieren. (chz)

Quelle: op-online.de

Kommentare