Ökumenische Erntedankfeier

Gottes Segen auf dem Rodaumarkt

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Bürgermeister Jörg Rotter (rechts) eröffnete den besonderen Vormittag auf dem Rodaumarkt, die Pfarrer Eberhard Jung (Mitte) und Carsten Fleckenstein (links) gestalteten die ökumenische Erntedankfeier.

Mitten in der Wagenburg erleben Kinder und Erwachsene eine ökumenische Erntedankfeier.

Ober-Roden – Pfarrer i. R. Eberhard Jung brachte es auf den Punkt: „Ohne Regen hätten wir nichts zu Essen. “ Also störte sich auch niemand an der fusseligen Dusche von oben, als Bürgermeister Jörg Rotter einen ganz besonderen Vormittag auf dem Rodaumarkt eröffnete. Mitten in der Wagenburg erlebten Kinder und Erwachsene eine ökumenische Erntedankfeier.

Treffender hätte die Umgebung dafür nicht sein können. Überall gab es an den Marktständen zur Jahreszeit passende Ware. Obendrein hatten die Markt-Paten von den Business-Angels den Platz am Brunnen wunderbar herbstlich dekoriert. Als weich gepolsterte Grundlage für Frisches und Farbenfrohes vom Feld, aus der Backstube und vom Feinkosthändler dienten klassisch geformte Strohballen. 

Die hatten die Business-Angels von der spendablen Landwirtfamilie Horst Sehring in Götzenhain bekommen, nachdem Ober-Röder Landwirte damit nicht hatten dienen können. In Ober-Roden gibt es ausschließlich gerollte Riesen-Ballen.

Ökumenische Erntedankfeier in Ober-Roden: Pfarrer schlagen kritische Töne an

Die schöne Dekoration krönte ein Erntedankkranz, den Kinder der Motzenbruch-Kita gebastelt hatten. Die Kleinen beließen es nicht dabei, sondern trällerten vor gut beschirmtem Publikum obendrein noch ein Erntedanklied: „Obst und Gemüse, in Kisten kunterbunt, gibt es zum Erntefest – lecker und gesund!“ 

Ähnliches hörten Zuschauer und Kunden wenig später von Kindern einer katholischen Religionsklasse der Trinkbornschule, die Nazarius-Gemeindereferentin Tanja Bechtloff unterrichtet.

Die ökumenischen Erntedankfeier schließlich gestalteten die Pfarrer Eberhard Jung und dessen evangelischer Kollege Carsten Fleckenstein. Eingebettet in Gebete und Fürbitten schlugen sie durchaus kritische Töne an, forderten ein „gerechtes Wirtschaftssystem“ und „mehr Bereitschaft, einander zu helfen“. 

Kinder brachten die Gaben des Feldes nach vorn und legten sie auf den Boden: etwa Reis, Kartoffeln und Früchte. (bp)

Quelle: op-online.de

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