35-Prozent-Quote bald erfüllt

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Auf dem hinteren Teil des Grundstücks Odenwaldstraße 70 will die Stadt einen weiteren Mini-Kindergarten bauen. Architekt Christos Karawassillis vermaß das Gelände am Donnerstag mit den Bauunternehmern Gunther Nisch und Jörg Rügemer (von links).

Ober-Roden - Die Kommunalen Betriebe Rödermark (KBR) investieren weitere 1,6 Millionen Euro in die Kleinkindbetreuung. Ein Neubau in der Odenwaldstraße 70 garantiert, dass Rödermark 35 Prozent aller Kinder unter drei Jahren einen Kita-Platz bieten kann.

Die „Stoppelhobser“ sind seit einigen Wochen in Containern untergebracht. 

Seit 2010 haben die KBR schon zwei Mini-Kindergärten gebaut und drei Einrichtungen umgebaut.

Die Investition birgt ein finanzielles Risiko, räumte Kämmerer Alexander Sturm ein: Land und Bund könnten bis zu 40 Prozent der Baukosten übernehmen. Doch noch ist nicht klar, wieviel Geld tatsächlich für die Bezuschussung von U3-Einrichtungen zur Verfügung steht.

Der Neubau ist für fünf Gruppen konzipiert. Die „Stoppelhobser“, die auf dem Grundstück bisher schon einen Mini-Kindergarten mit einer Gruppe betrieben haben, wollen auf zwei Gruppen aufstocken. Dann bleibt Platz für eine zweite Einrichtung mit drei Gruppen. Das Gebäude ist auf größtmögliche Flexibilität ausgelegt und kann sowohl getrennt als auch am Stück genutzt werden.

Mini-Kindergarten soll freien Träger haben

Sturm will den Mini-Kindergarten wieder einem freien Träger übergeben. Dieses Modell haben die KBR schon mit den 2012 in Betrieb genommenen Kitas praktiziert. Wer außer den „Stoppelhobsern“ einzieht, ist aber noch offen.

Eine Photovoltaik-Anlage und eine Luft-Wasser-Wärmepumpe sollen die Kita mit Energie versorgen. Die KBR haben sich zum Ziel gesetzt, Energie in städtischen Einrichtungen einzusparen, regenerative Energien einzusetzen und die Betriebskosten dauerhaft zu senken. Restdachflächen, die nicht mit Solar-Modulen bestückt sind, werden begrünt.

Bauarbeiten bereits begonnen

Die vorbereitenden Arbeiten haben schon begonnen: Ende vergangenen Jahres stellten die KBR für die „Stoppelhobser“ im Vorgarten Container auf. Auf dem hinteren Teil des Grundstücks wurden die alten Kita-Baracken abgerissen, weil eine Sanierung wirtschaftlich nicht mehr vertretbar gewesen wäre.

Im Februar folgt die Ausschreibung für die Gewerke Dachdecker, Zimmerer, Spengler, Fenster und Außentüren, Elektroinstallation, Sanitär sowie Heizung und Lüftung. Die KBR rufen besonders Firmen aus Rödermark und Umgebung auf, ihre Angebote abzugeben. Die Einweihung ist im Frühjahr 2014 geplant. 

Quelle: op-online.de

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