Wohnwünsche, Feierlust und Renovierungsbedarf

Ober-Rodens kaum bekanntes Herz

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Umfrage soll klären, was die Menschen im Schatten des Nazarius-Kirchturms vom Ortszentrum wollen. Leitbildprojekt fragt nach Wohnwünschen, Feierlust und Renovierungsbedarf.

Ober-Roden - Ein Kreis von knapp 400 Metern Durchmesser - das ist Ober-Rodens alter Ortskern. Doch das ist einer der wenigen belegbaren Fakten zwischen Mainzer und Gartenstraße im Norden beziehungsweise Osten, der Rilkestraße im Westen sowie der Rodau im Süden.

Schon bei der Zahl der Einwohner beginnt das große Rätselraten: Arno Mieth aus der Obergasse schätzte sie auf 400, Bürgermeister Roland Kern eher aufs Doppelte. Damit kam er der tatsächlichen Zahl - 723 - weit näher. Ein breit angelegte Umfrage soll Klarheit über die vielen anderen Unwägbarkeiten bringen. Arno Mieth, Ernst Schäck und Leitbildpate Wilhelm Schöneberger, alles Hausbesitzer im Ortskern, halten die Lupe über Alt-Ober-Roden. Sie haben einen 16 Seiten dicken Fragebogen ausgearbeitet, den sie möglichst schnell unter ihren 607 Nachbarn über 18 Jahren verteilen wollen.

Sie wollen Statistisches wie Alter, Nationalität und Familienstand wissen, fragen die Leute nach dem Zustand ihrer Häuser, nach Wohnfläche und geplanten Renovierungen, erkundigen sich, was das Leben im Zentrum schön macht und wo seine Schwächen liegen. Doch damit ist längst noch nicht Schluss: Wünschen sich die Ober-Röder mehr Veranstaltungen oder haben sie von den Sperrungen für Rathaussturm und Adventsmarkt genug? Begrüßen die Leute Gestaltungsvorgaben des Bauamtes? Wollen sie möglicherweise gar wegziehen? Denn auch das heikle Thema Wohnungsleerstand ist kein Tabu.

Bei aller berechtigten Neugier versprechen die Leitbildaktivisten: „Der Datenschutz wird penibel eingehalten.“ Die Umfrage ist freiwillig und anonym, ausgefüllte Bögen können in verschlossenen Umschlägen im Rathaus oder bei den Initiatoren zurück gegeben werden. Immobilienbesitzer, die auswärts wohnen, bekommen den Fragebogen der Post von der Stadt. Auch Bürgermeister Roland Kern ruft die Ober-Röder auf, sich eine gute halbe Stunde Zeit zum Ausfüllen des Bogens zu nehmen. „Es geht um die Zukunftsgestaltung Ihres Lebensmittelpunktes“, appelliert er. Je größer die Teilnehmerzahl, desto aussagekräftiger die Ergebnisse.

Frühlingsmarkt in Rödermark

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Quelle: op-online.de

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