Pläne für die Kapellenstraße

Neuer Platz fürs Tanzsportzentrum?

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Ober-Roden - Die Stadt will in der Kapellenstraße Gewerbe und Sport mischen. Sie soll wieder ein vorzeigbarer Eingang für Ober-Roden sein.

Die Stadtverordnetenversammlung hat eine planerische Neuordnung des Gebiets um die Ruine des „Paramount Park“ beschlossen, von der auch der Tanzsportclub Rödermark (TSC) profitieren könnte.

Ein neuer Bebauungsplan und die Hessische Landgesellschaft (HLG) sollen Bewegung in eine Sache bringen, in der schon seit fast sieben Jahren Stillstand herrscht. „Wir haben die Rechnung ohne verschiedene Wirte gemacht“, räumte Bürgermeister Roland Kern ein. Den Immobilienbesitzern in der Kapellenstraße war der Status quo seiner Ansicht nach lieber als ein Gesamtkonzept, das alle Grundstücke aufwertet.

Die schwarz-grüne Koalition hatte die Diskussion erneut angestoßen. Sie regte an, zwischen Rödermarkring, Frankfurter und Kapellenstraße ein Mischgebiet mit dem Schwerpunkt Gewerbe und Platz für andere Nutzer, zum Beispiel Vereine, auszuweisen. Aber auch Sondernutzungen wie ein Mehrgenerationenhaus oder eine Großküche für Schulen und Kindergärten sollten möglich sein.

Die Fraktionsvorsitzenden von CDU und AL, Michael Gensert und Stefan Gerl, schlugen vor, die HLG mit den Verhandlungen zu betrauen: Über diesen Umweg komme die Stadt leichter in den Besitz der Grundstücke („Bodenbevorratung“) und verhindere Spekulationen.

Tobias Kruger (FDP) bezweifelte, dass die HLG automatisch jenen Durchbruch schafft, der der Stadt verwehrt blieb. Außerdem habe dieses Verfahren einen „leicht planwirtschaftlichen Beigeschmack“.

Im Gegensatz zur Koalition wollten FDP und Freie Wähler (FWR) den Geltungsbereich des Bebauungsplanes bis zur Einmündung der Frankfurter Straße in den Rödermarkring ausdehnen und das gesamte Areal als reines Gewerbegebiet ausweisen. Die Wirtschaftsförderung könne die Nachfrage nach solchen Grundstücken nicht befriedigen, argumentierte Peter Schröder (FWR).

Der Widerstand der beiden F-Fraktionen gegen das Mischgebiet half nichts gegen die Koalitionsmehrheit, der sich auch noch die SPD anschloss. „Wir sind einer Umsiedlung in die Kapellenstraße nicht abgeneigt“, sagte die TSC-Vorsitzende Cornelia Straub gestern Mittag gegenüber unserer Zeitung.

Schon nächste Woche will der Vorstand mit Bürgermeister Kern über den Bau eines Trainings- und Leistungszentrums im Norden von Ober-Roden sprechen: Welches Grundstück kommt zu welchen Bedingungen in Frage? Die Erweiterung der TSC-Halle im Breidert war am Protest von Nachbarn gescheitert. Cornelia Straub: „Jetzt müssen und wollen wir von vorne anfangen.“

Quelle: op-online.de

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