Friedhofsverwaltung räumt notfalls alles ab

Ärger auf Friedhof: Grabschmuck nicht erwünscht

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Das Foto von einer Gemeinschaftsgrabanlage in Ober-Roden zeigt beide Seiten der Medaille. Im Vordergrund, der Kranz und das Blumengesteck mitten im Urnengräberfeld, sind nicht erwünscht, die Ansammlung von Grabschmuck im Hintergrund auf der extra dafür vorgesehenen Fläche hingegen schon.

Die Stadt bietet seit 2012 auf den Friedhöfen in Ober-Roden und Urberach Grabgemeinschaftsanlagen sowie seit 2015 auf dem Friedhof in Urberach Baumgräber an und bedient damit die steigende Nachfrage nach pflegefreien Grabstätten. Nun gibt es damit aber ein Problem-

Rödermark – Angehörige geben in der Trauer ihrem inneren Wunsch nach und schmücken die pflegefreien Gräber trotzdem. Aus Sicht der Stadt ist dies nicht erwünscht. In einer Mitteilung heißt es dazu: „Leider muss die Friedhofsverwaltung wieder in zunehmendem Maße feststellen, dass Hinterbliebene die Beisetzungsstellen selbst gestalten und dort Blumen, Pflanzschalen, Erinnerungssymbole oder Grablichter ablegen. Dieses Verhalten steht im Widerspruch zu der eigenen Entscheidung: nämlich ein Grab erwerben zu können, das sie von jeglicher Pflege- und Unterhaltungsverpflichtung entbindet.“

Die Stadt weist darauf hin, dass der Charakter dieser Anlagen nur durch ein einheitliches Bild zum Ausdruck kommen könne und daher die Gestaltung individuell nicht verändert werden dürfe. „Auch ist Rücksichtnahme gegenüber anderen Nutzungsberechtigten geboten, die ebenfalls ein Grab innerhalb dieser Anlagen erworben und sich ganz bewusst für diese Bestattungsform ohne Pflegeaufwand mit einheitlichem Charakter entschieden haben.“ Es bestehe jederzeit die Möglichkeit, auf Ablageflächen in den Urnengemeinschaftsanlagen Blumen, Gestecke, Grablichter und Erinnerungsgaben hinzulegen. Bei den auf dem Friedhof in Urberach zur Verfügung stehenden Baumgräbern sei dies allerdings nicht möglich.

Der Friedhofsverwaltung ist durchaus bewusst, dass diese Vorgaben nicht immer auf Verständnis treffen. Angehörigen würde aber im Trauerfall alles genau erklärt und auch ein entsprechendes Merkblatt zur Verfügung gestellt. Sollten sich Blumen, Pflanzschalen, Grablichter und ähnliche Dinge auf einer Beisetzungsstelle in einer Gemeinschaftsgrabanlage befinden, sei die Friedhofsverwaltung berechtigt, diese Gegenstände zu entfernen. Es bestehe kein Anspruch auf Wertausgleich oder Rückgabe der geräumten Gegenstände. (bp)

Quelle: op-online.de

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