Ober-Röder Unternehmer bietet exklusive Strandkörbe an

„Sofas“ mit Kühlschrank

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Thomas Braun verkauft Strandkörbe, die individuell nach den Wünschen der Kunden angefertigt werden.

Rödermark - Soundsystem, Sitzheizung, indirekte Beleuchtung oder Kühlschrank: Strandkörbe aus Ober-Roden können exklusiv ausgestattet werden. Von Bettina Link 

Die arabischen Kunden staunten nicht schlecht, als sie bei der internationalen Designmesse „Index“ in Dubai dieses Sofa mit Überdachung aus Korbgeflecht sahen, das ihnen Thomas Braun aus Ober-Roden präsentierte. Einen Strandkorb hatten sie vorher noch nie gesehen, „aber es hat ihnen auf Anhieb gefallen“, erzählt Braun. Vor allem die Privatsphäre und der Schutz, den so ein Strandkorb biete, gefielen den Kunden in Dubai. Doch nicht nur in den arabischen Ländern ist das typisch deutsche Strandgut unbekannt: „Die Bekanntheit des Strandkorbes endet an den deutschen Grenzen“, sagt Braun. Dabei gibt es den Strandkorb schon seit Ende des 19. Jahrhunderts und er hatte bereits Filmauftritte, wie etwa in „Manche mögen’s heiß“ mit Marylin Monroe.

Auch sein schwedischer Geschäftspartner, der Braun letztlich auf die Idee mit dem Strandkorb-Geschäft brachte, hatte noch nie etwas davon gehört. Und so kam Braun zu der Idee: Bei einer Abschlussfeier einer Messe in Köln stand Braun im Mai 2009 bei Regenwetter mit einem schwedischen Geschäftspartner auf den Rhein-Terrassen. Sie guckten auf eine Wiese mit Strandkörben. Braun versuchte dem Skandinavier zu erklären, was dieses Sitzmöbel ist. Die Frage des Geschäftspartners, warum Braun so etwas nicht verkaufe, brachte alles ins Rollen und mündete schon im September 2009 in das Unternehmen „First Class Strandkorb“. Angefangen hat Braun auf seiner privaten Terrasse, seit 2012 ist er im Einrichtungshaus „Weber Wohnideen“. Über seine Firma sagt der Unternehmer: „Ich verkaufe Urlaub ohne ein Reisebüro zu haben.“ Nicht nur die Kunden in Dubai sind von dem Sitzmöbel angetan, das an keinem Ostseestrand fehlen darf. Der Unternehmensberater Braun hat den Nerv aller getroffen, die nicht auf den nächsten Urlaub am Meer warten wollen, um es sich in einem Strandkorb bequem zu machen. Ohnehin hätten die herkömmlichen Strandkörbe es schwer bei dem Komfort mitzukommen, den Braun seinen Kunden bietet.

Die Anregung seines schwedischen Partners ließ Braun, der seit seiner Kindheit selbst Liebhaber des robusten Strandaccessoires ist, nicht mehr los. Formen nahm die Geschäftsidee schließlich nach einer Reise in den Norden an, wo Braun den richtigen Partner für seine exklusiven Strandkörbe fand: „Korbwerk“ auf Usedom. Einfach sei das nicht gewesen: „Viele Hersteller produzieren in Fernost, ich will aber ein Produkt das komplett ‚made in Germany’ ist“, betont der Unternehmer. Genauso wichtig war ihm von Anfang an die Exklusivität: „Es gibt zu viele Anbieter im Internet, für mich war klar: Ich will nicht einer von vielen sein, sondern mich unterscheiden.“ Darauf hin kam ihm die Idee, dass sich jeder seinen Strandkorb ganz individuell zusammenstellen kann. Und so können sich die Kunden, die vorwiegend aus Hotellerie und Gastronomie kommen, ganz nach ihrem Geschmack ein Unikat anfertigen lassen. Dieses Konzept ist in Deutschland einmalig.

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Was Braun seinen Kunden anbietet, lässt keine Wünsche offen: Ob mit Soundsystem oder Sitzheizung ausgestattet, indirekter Beleuchtung oder Kühlschrank - Braun macht alles möglich. Und das hat seinen Preis: Zwischen 1000 und 10.000 Euro kann das Luxusstück kosten, „dafür hat man dann aber auch einen Strandkorb fürs Leben“, sagt der Unternehmer. Bei den Privatkunden sind es vor allem Frauen, die dem Strandsofa verfallen sind, „90 Prozent der Kunden sind Frauen“, erzählt der 53-Jährige. Und wer seinen eigenen Strandkorb dann auch mal mit ans Meer nehmen will, für den hat Braun ein zusammenfaltbares Modell im Angebot.

Quelle: op-online.de

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