"So kann es nicht bleiben"

Verein Minikids klagt über zahlreiche  Schnellfahrer vor der Kita

+
Verblasste Markierung vor der Kita Minikids: das muss besser werden – wünscht sich die Kitaleitung.

Der Verein Minikids wünscht sich als Betreiber der U3-Kita an der Carl-Zeiss-Straße 49 umfangreiche Verbesserungen seines Umfelds.

Ober-Roden – „Uns ist schon klar, dass wir in einem Gewerbegebiet liegen“, sagt Minikids-Vorstand Sabine Weber. „So kann es angesichts der drastischen Zunahme von Schwerlastverkehr aber nicht bleiben. “.

Weber beklagt die Vielzahl der massigen Sattelzüge, die täglich direkt vor der Kita wenden – mit entsprechend Lärm und Abgasen. Selbst nachts stünden LKW im Wendehammer am Waldrand – vermutlich, um auf das morgendliche Abladen zu warten. Es sei nicht nur eine zunehmende Vermüllung der Umgebung zu beklagen, sondern es gebe auch hin und wieder Wildpinkler.

Ober-Rodener Verein Minikids: Hoffen auf Blitzgerät

Besonders stört sich die Kita-Spitze an den gefahrenen Geschwindigkeiten vor der Betreuungseinrichtung. Dort müsse unbedingt eine Tempo-30-Zone eingerichtet werden. „Das ist sonst vor Kitas ja generell der Fall. Warum sollte es nicht auch bei uns gehen?“ Und es müsse ein stationäres Blitzgerät her, um Schnellfahrer zu bremsen oder wenigstens abzustrafen.

Als nervig werden überdies die vielen Testfahrten des umliegenden Kfz-Gewerbes empfunden. Erst kürzlich hatte dies auch ein Unternehmer aus der benachbarten Paul-Ehrlich-Straße gegenüber unserer Zeitung reklamiert. Quietschende Reifen wegen Brems- und Beschleunigungstests seien quasi an der Tagesordnung.

Verein Minikids: "Alles viel schlimmer geworden"

„Wir sind jetzt seit April 2014 hier. Seither ist das alles viel schlimmer geworden. Der Lärm wird für unsere Kinder zu einem immer größeren Problem“, beschreibt Sabine Weber die Lage. Die Stadt habe an der Kita jetzt zwar eine Tafel aufgestellt, die Autofahrern die Geschwindigkeit anzeigt. „Das ist aber nicht genug.“

Was wünscht sich die Kitaleitung im Namen der Eltern noch? Auf der Straße vor dem Gebäude sind Markierungen verblasst. Die müssten nachgebessert werden.

Interessant wäre für Sabine Weber und ihre Mitstreiterinnen auch das Ergebnis einer Verkehrszählung und Tempomessung, die von der Stadt initiiert worden sein soll. „Davon haben wir nie mehr was gehört.“

Bei der Stadt sind nach Auskunft der Pressestelle erst nächsten Montag die zuständigen Mitarbeiter wieder zu erreichen. Es hieß, eine Tagung verhindere eine frühere Stellungnahme zu den geschilderten Problemen.

Unsere Zeitung bleibt dran.

Bernhard Pelka

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Absurde Zebrastreifen sind Lachnummer im Netz: Beatles-Parodie mit witziger Pointe

Die Zebrastreifen im hessischen Rödermark sind weltweit eine Lachnummer. Es gibt auch schon die ersten Parodie - wie die auf die Beatles.

90 Kinder suchen den nächsten Messi

Die letzte Ferienwoche ist bei der Turnerschaft (TS) traditionell Sommercamp-Woche. Noch bis Freitag geht die 13. Auflage der Veranstaltung der Jugendfußball-Abteilung über die Bühne. 90 Kinder sind mit dabei.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare