„Odenwaldzubringer“ eine Lösung?

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Blick in die Urberacher Innenstadt, wo die Bürger noch mehr Verkehr befürchten.

Urberach (lö) - Löst der eigentlich längst in der Versenkung verschwundene „Odenwaldzubringer“ die Urberacher Verkehrsprobleme? Ist er eine Alternative zur K-L-Trasse, also zur Umfahrung Urberachs auf der Kreisstraße 180 und der Landesstraße 3317?

In unserer Online-Diskussion zu den Auswirkungen der Südumgehung Offenthal und der Forderung aus Rödermark, die K-L-Trasse auszubauen, taucht immer wieder ein Straßenprojekt ein, dessen Trassenführung das Bundesverwaltungsgericht vor mehr als 20 Jahren gekippt hatte. Das Urteil bezog sich allerdings auf die Planung auf Dreieicher Gebiet, die Rödermärker Gemarkung wurde daraufhin nicht weiter untersucht. Und jetzt ist der „Odenwaldzubringer“ - planerisch korrekt: B 46 neu - wieder in mancher Munde.

Sicher: Eine Online-Diskussion ist anonym, emotional und nicht repräsentativ. Aber einige Ideen sind dennoch des Nachdenkens wert.

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„Hätte man diese Planung realisiert, wären Verkehrsbelastungen in den Ortsdurchfahrten von Urberach und Offenthal längst Geschichte“, schreibt Kommentator „grautvornix“. Seiner Ansicht nach hätten für den „Odenwaldzubringer“ nämlich nur Bäume gefällt werden müssen, die wegen der Hochspannungsleitung ohnehin nur wenige Meter hoch werden durften. Ganz anders bei der K-L-Trasse: Einer Verbreiterung der K 180 auf vier Kilometern würden alte Baumbestände zum Opfer fallen.

„Wohlfühlpolitik der Grünen in Reinform“

Ähnlich sieht"s „anwohner“, der offenbar in Waldacker lebt: „Der verhinderte Odenwaldzubringer hätte sowohl den Bürgern von Urberach und Waldacker als auch den Pendlern aus anderen Kommunen geholfen.“ Während sich die Urberacher über 900 Autos mehr und insgesamt 8300 Autos am Tag aufregten, müssten die Waldackerer mit täglich 16.000 Fahrzeugen leben. Die Forderung, Urberach auf der K-L-Trasse zu entlasten, wird von allen Parteien getragen. „anwohner“ hält sie nichtsdestotrotz für „Wohlfühlpolitik der Grünen in Reinform“, die mit enormem finanziellen Einsatz wenig erreiche.

Die Schuld für die Misere liegt in den Augen von „anwohner“, „Der Ex“, „wos“ und „grautvornix“ bei der Anderen Liste und dem damaligen Oppositionsführer und heutigen Bürgermeister Roland Kern. Erst hätten sie den „Odenwaldzubringer“ juristisch zu Fall gebracht, jetzt streuten sie den Bürgern Sand in die Augen. Denn die K-L-Trasse scheitere defintiv am Widerstand aus Messel und führe außerdem durch ein Landschaftsschutzgebiet.

„Pan Tau“ gibt Kontra: Die Behauptung, der „Odenwaldzubringer“ wäre ein geringerer ökologischer Eingriff als die K-L-Trasse gewesen, sei „Quatsch“.

Nach der Freigabe der Offenthaler Südumgehung müssen sich die Urberacher „leider an Staus gewöhnen wie das zur Zeit in Offenthal der Fall ist“, sieht „Rödermärker“ schwarz für die Anwohner von Konrad-Adenauer- und Traminer Straße. Urberach werde dann automatisch und ohne Umbau-Millionen zum Nadelöhr. „Nobody“ schlägt sarkastisch vor, „die Ampel auch so schlecht einzustellen wie in Offenthal“. Dann würde der Durchgangsverkehr in Urberach gebremst.

Quelle: op-online.de

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