Ökumene mit Alphornklängen

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Vielbestaunt und immer ein echtes Erlebnis: Musik der Alphörner, die von der Bulau bis weit hinunter nach Urberach zu hören war.

Urberach ‐ „Ich kann nicht singen - das mit dem Frieden auf Erden beim Halleluja stimmt doch gar nicht!“ Der kleine Engel (Pfarrer Klaus Gaebler) fehlte im himmlischen Engelschor, weil er das Gegenteil erlebte und nicht in den Lobgesang einstimmen mochte. Von Christine Ziesecke

Doch dem großen Engel (Pfarrer Oliver Mattes) gelang es, ihn von der frohen Botschaft zu überzeugen: Allein die Hoffnung auf Frieden ist schon der Beginn des neuen Miteinanders und muss nur von allen Menschen geteilt werden.

Heiß begehrt waren bei Nieselregen, der teilweise in Schneegestöber überging, Glühwein und Kinderpunsch.

Bei feuchtkaltem Winterwetter pilgerten am Sonntagabend ungewöhnlich viele Menschen zur ökumenischen Hirtenweihnacht. Von weitem schon wurden die Gläubigen, die mit Fackeln von der Petrus- und der Gallus-Kirche zum Waldfestplatz wanderten, von Posaunenklängen begrüßt, die von der Bulau weit übers Tal zogen. Der Ökumenekreis hatte für ein wärmendes Feuer und eine heimelige Atmosphäre gesorgt. Gemeinsam sangen die Gottesdienstbesucher im Fackelschein zum Klang der Bläser Weihnachtslieder. In ihrem Anspiel und ihren Fürbitten baten die Pfarrer Oliver Mattes und Klaus Gaebler vor allem um ein Miteinander in den Gemeinden.

Mit heißen Getränken standen viele Andachtsbesucher noch lange in der großen Holzhütte und ums Feuer beieinander, während Heinz Held, Burkhard Kremser und Reinhard Stahn, allesamt Mitglieder des Posaunenchors der Petrusgemeinde, die schöne Tradition des Alphornblasens aufleben ließen und mit ihren Klängen vor allem die jüngsten Besucher sichtlich beeindruckten.

Ganz bewusst zwischen Weihnachten und Neujahr feiern die Urberacher Kirchengemeinden seit vielen Jahren ihre Hirtenweihnacht auf der Bulau. Sie wollen die Tage „zwischen den Jahren auch in den weihnachtlichen Glanz einbeziehen.

Quelle: op-online.de

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