Oktoberfest der TG Ober-Roden

Bayern-Gaudi zieht die Massen an

+
Erstmals bei der Vereinsolympiade anlässlich des TG-Oktoberfestes dabei: ein Team des TS-Männerballetts. Hier beim erschwerten Bierkastenlauf.

Ober-Roden - Ganz im Zeichen der Zeit lag das Oktoberfest in der Turnhalle am Gaswerk. Ist es die unbestrittene bayerische Gemütlichkeit, die Erinnerung an einen zünftigen Urlaub oder einfach eine aktuelle Zeitströmung, die in diesem Jahr auffallend stark die Oktoberfesteuphorie verstärkt?

Selbst in Rödermark hat fast jeder Zweite mindestens ein Dirndl im Schrank hängen, mal eher jugendlich-neckisch, mal einer echten Tracht nachempfunden, unterschiedlich weit ausgeschnitten - je nach dem persönlichen Mut der Trägerin. Und auch die echten Hirschledernen oder ihre preiswerteren Verwandten sind bei weitem nicht mehr so exotisch wie vor wenigen Jahren.

Beim Oktoberfest des Musikzuges der TG Ober-Roden war Tracht immer schon angesagt, doch in diesem Jahr gab"s nur noch ganz wenige Ausnahmen davon. Hier passt immer alles: die Halle erstrahlt im typischen weiß-blauen Schmuck, dazu passen Brezeln, Leberkäs und Fassbier. Mit einem „Prosit der Gemütlichkeit“ eröffnete der Musikverein 06 Urberach unter der Leitung von Jürgen Groh den Abend musikalisch, ehe der von der Stimmungskanone Martin König abgelöst wurde.

Mit einem routinierten Bieranstich eröffneten TG-Vorsitzender Karlheinz Weber und Erster Stadtrat Jörg Rotter die 21. Auflage des traditionellen Oktoberfestes, für das viele der Bierzeltgarnituren wie in den Münchner Festzelten schon im Voraus bestellt worden waren. Auch der Rest füllte sich noch vor Beginn des Höhepunktes, der zünftigen Oktoberfest-Olympiade. Mit dem Titelverteidiger, dem siegeshungrigen Musikverein 06 Urberach, mit dem spielfreudigen Kerbverein, dem gemischten Team der Stadtranderholung und den noch sehr flotten Alte-Herren-Fußballern waren vier Mannschaften von Stammgästen dabei. Gleich zwei neue Teams brachten frischen Schwung ins Teilnehmerfeld. Da war erstmals eine Abordnung des Männerballetts der TS am Start, graziös wie Balletteleven sich nun mal bewegen, und da trat als Premiere überhaupt erstmals eine reine Damenmannschaft an: die Turn- und Fitnessmädels der TG.

10. Auflage des Hainhäuser Oktoberfests

10. Auflage des Hainhäuser Oktoberfests

Auch bei den drei entscheidenden Spielen hatte das Orgateam gewechselt: statt Biermaschine und Maßkrugstemmen ging"s diesmal wieder um einen treffsicheren Zielwurf und um akrobatischen Bierkastenlauf. Den Ausschlag gab das abschließende Kuhmelken, das schließlich den Sieger zutage brachte. Wieder einmal hatte - sehr zum Leidwesen der weitaus meisten Gäste - der Musikverein 06 aus dem benachbarten Orwisch die Lederhosen vorn. TG-Moderator Christian Gotta kommentierte sogleich: „Da müssen wir uns was einfallen lassen!“ Es folgten die Teams der Stadtranderholung, der punktgleiche Kerbverein und das TS Männerballett, die Alte-Herren-Fußballer und die Turn- und Fitnessmädels der TG, trotz optischer Pluspunkte.

Auch wenn jede Truppe für sich gegen die Stoppuhr, um Milliliter und Punkte gekämpft hatte, so wurde doch gemeinsam weitergefeiert. Und das ohne große Störungen, nachdem sich ein Sicherheitsdienst auch vor der Halle um Ordnung kümmerte.

Das sagen die Gäste

  • Julia Dzicher: „Ich trag das Dirndl, weil’s derzeit super angesagt ist und weil man’s auch gerne trägt. Ich fühle mich gut darin und hier passt’s absolut perfekt.“
  • Christa Schrod: „Eigentlich trage ich das Dirndl meinem Mann und der TG zuliebe, aber zu einem so passenden Anlass finde ich es gut und fühle mich auch durchaus wohl darin.“
  • Monika Boss: „Ich trage Dirndl, weil ich es schön finde und weil es mich mit München verbindet, wo ich dieses Jahr nicht hin kann. Ich habe mir extra ein neues gekauft.“
  • Wolfgang Schrod: „Hier passt das doch perfekt. Ich liebe die Tracht und meine Frau liebt sie an mir. Ich hab meine Lederhose schon seit über zwanzig Jahren.“
  • Christian Gotta: „Ich trage meine Lederhose auch mal sonntags, wenn wir weggehen. Ich bin ein Bayern-Fan, von der Lebensart bis zu den Fußballern, und bin im Urlaub oft dort.“

chz

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare