Oldtimer auf Rädern, Oldies für die Ohren

Rödermark - (chz) Wie stets gewann am 1. Mai das gute alte Fahrrad - wenn auch zumeist in modernen Varianten - seine frühere Bedeutung zurück, und wer durch die Landschaft fuhr, hatte das Gefühl, im Fahrradland Holland zu sein. Familien und Cliquen, Jung und Alt, auf Rennrädern, Hollandrädern, Kinderrädern, in Babysitzen und Kinderanhängern; dazwischen ungewöhnlich wenige Rollerblader.

Wer bei dem strahlenden Wetter zum Freiluftsport gar keine Lust verspürte, fuhr sein Cabrio spazieren - Einkehrstätten gab es zur Genüge, vornehmlich die bekannten Maifeste, aber auch ein neues Ziel im Ort.

Neu im Ausflugsprogramm, aber hoffentlich im nächsten Jahr wieder dabei war die Ausstellung alter Traktoren und sonstiger bestaunenswerter Gefährte im Dinjer-Hof, der für einen Tag zu einer Art Freilichtmuseum wurde. Ähnlich wie bei der Kerb herrschte hier - mitten im Ort - eine besonders intensive Stimmung; leckerer Rollbraten und vieles mehr von Grill und Herd, frische Kuchen und vor allem mehrere Stunden Livemusik der Band „Marsecco“, hauptsächlich mit beliebten Oldies, taten ein Übriges dazu. Auf lebhaftes Interesse stießen die ausgestellten, teilweise schon recht betagten Traktoren aus den 50er Jahren, die aus Rödermark und der nahen Umgebung herbeigekommen waren, aber auch andere echte Schätze wie die liebevoll gepflegte „Schwalbe“ aus dem deutschen Osten, noble chromblitzende Luxus-Daimler aus den frühen Jahren des letzten Jahrhunderts, die immer wieder coolen Triumph- Roller oder auch ein restlos nostalgisches Fahrrad, das viele Menschen zum Schmunzeln bewegte.

Die Eigentümer des Hofgutes, allen voran Biologe und Unternehmensberater Wilhelm Schöneberger, wollen auch schon während der Renovierung die Hoffeste zu einer guten Tradition machen.

Seit 80 Jahren ist der Hof erstmals wieder mit allen Gebäuden in der Hand einer Familie. Nach fachgerechten und originalgetreuen Restaurierungsarbeiten hofft Schöneberger vor allem, das Fachwerkhaus von 1792, das unter Denkmalschutz steht, den Mitbürgern als Café und Weinstube zugänglich machen zu können. Ein Anfang ist mit den Hoffesten gemacht.

Quelle: op-online.de

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