Ortsbegehung zeigt Mängel

Steilfahrt im Kinderwagen

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Stadtplaner rechtfertigen solchen baulichen Unsinn oft damit, dass diese steilen Rampen nur für Radfahrer bestimmt seien, die ihr Gefährt schieben. Wir aber meinen: alles nur Ausflüchte!

Rödermark - Zu kurze Grünphasen, ein schlecht markierter Radweg, viel zu steile Rampen: Fußgänger, Radfahrer, Gehbehinderte, Mütter mit Kinderwagen und ältere Menschen haben es nicht leicht, wenn sie sich gefahrlos und bequem rund ums Märktezentrum in Urberach fortbewegen möchten.

In dieser Ansicht sieht sich die Andere Liste (AL) nach einer Ortsbesichtigung bestätigt.

Unter die Lupe genommen wurde dabei die Verkehrssituation. „Es gibt erheblichen Optimierungsbedarf, auch im Hinblick darauf, dass neben dem Zentrum derzeit weitere Wohnungen für ältere Menschen gebaut werden“, stellt die AL in einer Pressemitteilung fest. Schon jetzt sei die Grünphase für Fußgänger an der Ober-Rodener-Straße in Höhe der Einfahrt zu Kaufland & Co. mit gerade einmal fünf Sekunden bis zur „rettenden“ Verkehrsinsel in der Fahrbahnmitte viel zu kurz.

Unfallgefahr verringern

Der Fahrradweg auf der viel befahrenen Ober-Rodener Straße müsse farbig markiert werden, um die Unfallgefahr zu verringern. Damit sollte nach Meinung der AL nicht gewartet werden, bis etwas passiert ist. Zu schmal sei auch der kombinierte Rad- und Fußweg auf der nordöstlichen Seite der Ober-Rodener-Straße, bemängelt die AL. Auffällig sei zudem, dass die Radwege abrupt auf der Fahrbahn enden. Auch deshalb sei eine Überquerung der „Schwimmbadkreuzung“ vor dem Kino für Zweiradfahrer mitunter abenteuerlich. Auf die relativ breite Einmündung in die Straße Am Schwimmbad sollte ein Zebrastreifen aufgebracht werden, um auch dort das Gefahrenpotential zu verringern.

Doch nicht nur die öffentlichen Verkehrsflächen sind aus Sicht der AL kritikwürdig. Auch auf dem Areal des Märktezentrums selbst seien Verbesserungen für die nicht motorisierten Verkehrsteilnehmer wünschenswert.

Treppe ohne Geländer

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Fehler bei der Planung

Negativ aufgefallen sei eine Treppe ohne Geländer, die vom Kauflandgelände zu den benachbarten Geschäften führe. Vermisst wird an dieser Stelle vor allem ein barrierefreier Übergang für Behinderte, Kinderwagen schiebende oder ältere Menschen mit Rollatoren. Die müssen derzeit einen unzumutbaren Umweg machen, um von A nach B zu kommen. Der sei zudem gefährlich, weil dabei die Autozufahrt zum Märktezentrum überquert werden müsse. Der Magistrat sei gefordert, mit dem Management des Zentrums Gespräche zu führen, um die Situation zu verbessern.

bp

Quelle: op-online.de

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