Ortskern erhält neues Gesicht

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Etliche Lkw-Ladungen Asphalt fräste Gerd Jungmann gestern allein aus der Dockendorff- und Schulstraße.

Ober-Roden ‐ In der Schul- und Dockendorffstraße sowie in der Pfarrgasse begannen gestern Morgen die Arbeiten, die das Gesicht von Ober-Rodens Mitte verändern werden. Von Michael Löw

Eine riesige Fräse kratzte zunächst einmal die obersten sechs Zentimeter Asphalt von der Fahrbahn, gleichzeitig rissen Arbeiter die ersten Betonplatten aus dem Gehweg. Am Marktplatz fielen die Bäume - millimetergenau und ohne Schaden anzurichten.

„Wir befinden uns hier immer im Spagat zwischen Tempo und Rücksicht auf Anwohner und Passanten“, macht Polier Jan Szramik von der Firma Wolff & Müller das Hauptproblem der Ortskernsanierung deutlich: Hier der ehrgeizige Zeitplan der Stadt, die den runderneuerten Marktplatz zusammen mit dem Gewerbeverein am 24. Juni eröffnen will. Dort Geschäftsleute, Hausbesitzer und Mieter, die befürchten, von Kunden, Lieferanten und Parkplätzen abgeschnitten zu werden. Szramik ist trotz schwieriger Ausgangslage guter Dinge, möglichst vielen Interessen gerecht zu werden. Bedenken erster Einzelhändler habe er in Gesprächen schon ausräumen können.

Bilder der Sanierungsarbeiten

Beginn der Ortskernsanierung Ober-Roden

Zehn Mann, zwei Bagger, drei schwere Lkw und besagte Asphaltfräse sorgten gestern für einen zügigen Start. Auch daran hatten Teilnehmer einer Informationsveranstaltung der Stadt ja gezweifelt.

Reichlich Bürgerfrust prägt die Diskussion um die Parkplätze. Anwohner fühlen sich schlecht informiert und von der Stadt allein gelassen. In seiner Nachbarschaft seinen fast alle berufstätig, etliche arbeiten im Schichtbetrieb, dazu kämen Mütter mit kleinen Kindern und ältere Menschen, zählt Dieter Mühling aus der Enggasse auf und fragt: „Wo sollen die alle parken? Etwa im Umfeld und den Anwohnern dort ihre Parkplätze wegnehmen?“ Er fordert deshalb vom Magistrat Parkausweise für Anwohner.

Das Halteverbot, das während der Bauarbeiten im Ortskern gilt, macht für Dieter Mühling keinen Sinn. Feuerwehr und Rettungsdienst müssten sich ja auch sonst an parkenden Autos vorbeischlängeln.

Quelle: op-online.de

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