Ortskern-Umbau im Kostenrahmen

Ober-Roden (lö) - Bürgermeister Roland Kern hat die SPD-Kritik an der Umgestaltung von Ober-Rodens neuer Mitte zurückgewiesen.

Die Genossen hatten moniert, dass das Pflaster rund um den Marktplatz um 380.000 Euro teurer als die kalkulierten 830.000 Euro wurde und der Magistrat das Budgetrecht des Parlaments missachtet habe. Zudem sei die Umsetzung der Maßnahme „kein Ruhmesblatt für die Verwaltung“ gewesen.

„Das war plump populistisch, die Verwaltung hat hervorragend gearbeitet“, nahm Kern das städtische Personal in Schutz und gab den Schwarzen Peter an die SPD zurück: „Die Kosten von rund 1,1 Millionen Euro waren seit eineinhalb Jahren bekannt und wurden in allen Gremien vorgestellt.“ Die SPD-Fraktion hätte also bescheid wissen müssen.

Den Genossen hätte zudem bekannt sein müssen, dass die 830.000 Euro aus dem Konjunkturpaket nur die finanzielle Basis für den Ortskern-Umbau waren. Die Genehmigung hatten Bund und Land mit einer Bedingung verknüpft: Die Empfänger mussten 30 Prozent eigenes Geld draufsatteln.

Der in vier Einzelgewerke unterteilte Umbau kostete 1,033 Millionen Euro (ohne städtisches Personal), rechnete der Bürgermeister vor: „Damit sind wir exakt im Rahmen geblieben!“ Das Planungsbüro Darmstadt hatte die Bausumme bereits am 22. Oktober 2009 mit 1,05 Millionen Euro beziffert. Inklusive der Arbeitszeit der Verwaltung beliefen sich die Kosten auf knapp 1,2 Millionen Euro.

Den Vorwurf, das Parlament unzureichend oder spät informiert zu haben, widerlegte Kern mit Mitteilungen und Beschlüssen des Magistrats: Am 22. März 2010, also drei Wochen nach Baubeginn, habe er erklärt, dass Ober-Rodens neue Mitte 1,1 Millionen Euro kosten werde.

Diese Summe habe er auch bei der feierlichen Eröffnung des Marktplatzes und seiner Seitenstraßen Ende Juni vergangenen Jahres wiederholt. Alle fünf in Rödermark erscheinenden Zeitungen hatten darüber berichtet.

Quelle: op-online.de

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