„Ortskerne haben verloren“

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FDP-Politikerin Dr. Küneke Durwen lehnt Investitionslenkung in die Zentren ab.

Rödermark ‐ Düster sieht die Zukunft für die Ortskerne aus, denn sie haben das „Rennen um die motorisierte Kundschaft verloren“. Eine „rigide Planungspolitik und Investitionslenkung“ wie die CDU sie betreibe, ist das falsche Gegenmittel. Dieser Ansicht ist jedenfalls die FDP-Stadtverordnete Dr. Christa Küneke-Durwen. Von Michael Löw

Sie hält den CDU-Antrag, die Verkaufsfläche von Märkten an der Peripherie zu begrenzen, für „Sozial- und Kommunalnostalgie“, die von der Realität so weit entfernt sei wie der nächste Toom- oder Media-Markt von Rödermark.

Dass Läden über Jahre leer stehen und die Einkaufsqualität sinkt, ist nach Meinung der FDP-Politikerin nicht allein schuld der Politik: Sowohl in der Mitte von Ober-Roden als auch in der von Urberach fehle es an „zentrenrelevanten Angeboten“ - sprich: Publikumsmagneten. Die Einzelhändler dort begingen einen Fehler, wenn sie sich bei Sortiment und Preis an Ketten wie Vögele, Deichmann & Co. orientierten. Stattdessen müsse er sich auf seine Stärken wie Service und Beratungsqualität besinnen.

Dr. Küneke-Durwen fordert - unabhängig vom bestehenden Einzelhandelsgutachten - eine langfristig orientierte Stärken-Schwäche-Analyse. Darin müsse unter anderem untersucht werden, was zu einem gesunden Branchenmix fehlt, wie viel Platz diese Unternehmen brauchen und wo sie angesiedelt werden können. Das könne auch in Randlagen sein.

Quelle: op-online.de

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