Orwischer Kerb am „Dalles“ in Urberach

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Im Reiterhof von Karlo und Sylvia Geis schwor die Kerbkommission die Kerbborsche und -meedschen auf das Fest der Urberacher Feste ein.

Urberach ‐ 175 Jahre ist‘s her, dass die Urberacher Kerb erstmals aktenkundig wurde. Am 19. Februar 1835 beantragte Bürgermeister Johann Matthias Mickler beim großherzoglichen Kreisrat in Offenbach die Genehmigung zweier Jahrmärkte. Am Wochenende wird sie wieder gefeiert, die Orwischer Kerb. Von Michael Löw

Ab Freitag, 3. September, versprechen Kerbkommission, Vereine, Wirte und Schausteller Peter Stein wieder vier Tage volles Programm am „Dalles“.

Ein Mundart-Abend mit einem Schlachtfest wie anno 1835 läutet die Kerb ein. Im Hof des ehemaligen „Hersch-Wert“, Metzgerei Knapp, erzählen Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins und der Kerbkommission ab 19.30 Uhr Anekdoten aus dem alten Orwisch.

Ganz und gar dörflich präsentierte sich der „Dalles“ im Jahre 1835, als die Urberacher beim großherzoglichen Kreisrat erstmals um die Genehmigung für ein Kirchweih-Fest baten.

Ab Samstag sind der „Dalles“ und die umliegenden Straßen der Nabel der Kerbwelt. Werner Popp und die Jugend des Musikvereins 06 Urberach heißen ab 15 Uhr Kerbvadder Michael Weimann und seine Kerbborsche und -meedschen willkommen. Weitere Höhepunkte des Nachmittags sind die Inthronisierung des gestopften Kerbborschs, dessen Name mit einem C beginnt, der Bieranstich mit dem Ersten Stadtrat Alexander Sturm und das Kerbstrauß-Stecken an den Zelten der Vereine. Um 22 Uhr wird das große Feuerwerk abgebrannt.

Sonntags treffen sich die Kerbborsche früh um 7.30 Uhr zum Gassekehren und um 10 Uhr zum Gottesdienst in St. Gallus. Der Festzug zieht um 14.30 Uhr an der Kelterei Schwarzkopf in der Darmstädter Straße los und trifft um 15.15 Uhr am „Dalles“ ein, wo eine Viertelstunde später der Kerbspruch verlesen wird.

Zum Frühschoppen am Kerbmontag muss nicht viel gesagt werden - nur soviel: Er beginnt um 11 Uhr und ist mit der Kerbbaumversteigerung um 18 Uhr noch lange nicht vorbei.

Quelle: op-online.de

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