Treffpunkt der Weinliebhaber

Orwischer Woigass mit vielseitigem Angebot

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Weinfestorganisator Peter Müller durfte am Sonntag auch die Groß-Umstädter Weinkönigin Franziska I. und die Prinzessinnen Lea und Andrea begrüßen.

Urberach - Die Bachgasse war am Wochenende ein Treffpunkt der Weinliebhaber. An zehn Ständen schenkten Vereine Wein aus nahezu allen deutschen und vielen ausländischen Anbaugebieten aus.

Bei aller Freude über das gelungene Fest formulierte Woigass-Organisator Peter Müller auch Kritik am Gewerbeverein.

Das größte Lob für die Orwischer Woigass kam gleich bei der Eröffnung aus berufenem Munde. „Es gab im vergangenen Jahr keinen Termin, bei dem ich so herzlich empfangen wurde wie hier in Urberach“, blickte Weinkönigin Franziska I. aus Groß-Umstadt zunächst auf 2012 zurück. Damals war die aktuelle Königin noch als Prinzessin im Einsatz und wusste die Urberacher Gastfreundschaft zu schätzen. Auch bei ihrer Rückkehr als Königin sei der Empfang wieder herzlich gewesen, meinte Franziska Jourdan am Samstag. Das bestätigten auch die beiden Prinzessinnen Lea und Andrea. Erstere hatte einen Spruch mitgebracht, den sich die Besucher als Motto zu Herzen nahmen: „Die fröhlichsten Menschen und der beste Wein, die müssen stets zusammen sein.“

Ansprache der Weinhoheiten

Vor der Ansprache der Weinhoheiten, die anschließend an den Ständen gern gesehene Gäste waren, hatte Bürgermeister Roland Kern die 13. Orwischer Woigass am Stand der Katholischen Frauengemeinschaft eröffnet. Peter Müller, der gemeinsam mit dem Vereinsringvorsitzenden Dieter Hüllmandel wieder die Organisation stemmte, hatte erneut die Voraussetzungen für eine gelungene Veranstaltung geschaffen. Bei der Eröffnung stimmten auch die Witterungsbedingungen. „Das ist optimales Weinfestwetter“, meinte Dieter Hüllmandel am frühen Samstag Abend bei angenehmen Temperaturen.

An zehn Ständen in der Bachgasse waren Weine aus nahezu allen deutschen und vielen ausländischen Anbaugebieten im Angebot. Für die Bewirtung sorgten wieder die heimischen Vereine und Gewerbetreibenden. So waren neben der Katholischen Frauengemeinschaft unter anderem der Kleingärtnerverein Erlenwald, die Karnevalisten des KSV, der Skiclub und die Pfadfinder vertreten. Neben dem Wein wartete auf die Besucher auch ein kleines Speisenangebot, etwa der Flammkuchen der Pfadfinder.

Zusammenarbeit mit den Anwohnern

Über den Frankfurter Lohrberg informierte die Ausstellung des Heimat- und Geschichtsvereins im Töpfermuseum.

Peter Müller hob die gute Zusammenarbeit mit den Anwohnern hervor. „Das ist ein Fest der Vereine. Die Anwohner in der Bachgasse sind mit integriert, sie sind auch mal bereit Strom und Wasser zur Verfügung zu stellen. Die Zusammenarbeit funktioniert seit Jahren sehr gut“, so Müller. Damit das auch so bleibt, wacht der Vater des Weinfestes streng über die Schlusszeiten. Mit Rücksicht auf die Anwohner war auch diesmal wieder um 23 Uhr (Samstag) und 22 Uhr (Sonntag) Schluss.

Am Konzept, dass die Vereine den Wein ausschenken und nicht die Winzer selbst, werde man auch künftig festhalten, versicherte Müller. Das stärke das Wir-Gefühl. Der Weinfest-Macher ermunterte weitere Vereine, die noch nicht dabei sind, künftig mitzumachen.

Peter Müller hatte am Samstag auch einige kritische Worte parat. Immer wieder werde er gefragt, warum er das Weinfest nur gemeinsam mit dem Vereinsring und nicht auch mit dem Gewerbeverein organisiere. „Ich mache das Weinfest auch wieder mit dem Gewerbeverein, wenn der Vorsitzende sich nicht mehr politisch betätigt. Das ist das, was mich stört“, meinte Müller, der bekanntlich viele Jahre lang Geschäftsführer des Gewerbevereins war. Damit kritisierte Müller, dass der Gewerbevereinsvorsitzende Manfred Rädlein gleichzeitig für die Freien Wähler in der Stadtverordnetenversammlung sitzt. „Der Gewerbeverein muss nach allen Seiten offen sein“, forderte Müller.

Bilder vom Weinfest in Urberach

Weinfest in Urberach

Neben dem Kinderkarussell wurden für kleine Besucher am Sonntag am Stand des Kindergartens St. Gallus Kinderschminken, eine Malecke und eine Hüpfburg angeboten. Interessante Angebote gab es am Rand der Bachgasse. Am Sonntag beteiligten sich elf Geschäfte im Ortskern und im Märktezentrum am „Tag der offenen Tür“.

Der Heimat- und Geschichtsverein hatte im Töpfermuseum erneut eine passende Ausstellung zum Thema Wein parat. Diesmal präsentierte Norbert Cobabus unter anderem anhand eigener Fotografien die Geschichte des 185 Meter hohen Lohrbergs, der der einzig verbliebene Weinberg innerhalb des Frankfurter Stadtgebietes ist. Cobabus traf bei seinen Erläuterungen auch auf viele überraschte Zuhörer: „Viele wussten gar nicht, dass der Lohrberg auch als Weinberg genutzt wird“, so Cobabus.

ey

Quelle: op-online.de

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