Das Ziel immer fest im Visier

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Immer wieder einmal kommt Olga Wollberg vom Kleingärtnerverein Erlenwald bei den Jägerblut-Schützen vorbei, wie diesmal beim Ostereier-Schießen. Sie überlegt auch, vielleicht hier regelmäßig zu üben, da es ihr großen Spaß macht.

Urberach (chz) - Ausgesprochen zahlreich beteiligten sich Junioren wie Senioren des Schützenvereins SG Jägerblut am Ostereierschießen. Die Assoziationen, die dieser Name aufkommen lässt, sind falsch.

Es wird nicht auf, sondern um Ostereier auf Scheibe geschossen. Die meisten Punkte bringen auch die meisten Ostereier (oder wunschweise auch Schaumküsse) in der Abrechnung ein. Und gute Schützen können sich über halbe Paletten bunt gefärbter Hühnereier freuen.

Die vielen Teilnehmer kamen aber auch durch die gute Zusammenarbeit der Vereine zustande. Rund zehn Mitglieder des Kleingärtnervereins Erlenwald hatte Anja Zischla zusammengetrommelt und mitgebracht.

Schließlich übten sie damit schon fürs diesjährige Ortspokalschießen, das sie im vergangenen Jahr von der Teilnehmerzahl her wie wie auch leistungsmäßig fest in ihrer Hand hatten.

Ausschießen der Glücksscheibe

Eine reine Glückssache war für die Schützen schließlich das Ausschießen der diesmal eckigen Glücksscheibe. Die nummerierten Geschosse werden dabei auf die verdeckte Scheibe abgefeuert. Wer dem Ziel am nächsten kommt, gewinnt die Scheibe, wie Schützen-Urgestein Georg Schmidt erklärt. Doch auch wer keine ruhige Hand hatte, musste nicht hungrig nach Hause gehen. Der hatte immer noch eine Chance beim Auswürfeln von Ostereiern oder Schaumküssen.

Jeder Teilnehmer durfte dreimal würfeln, der beste Wurf zählte, die höchste Augenzahl gewann. Etwa 300 hartgekochte bunte Eier und große Schachteln voller Mohrenköpfe wechselten jedenfalls an diesem Abend ihren Besitzer.

„Was machen die älteren Urberacher eigentlich alle abends? Die können doch nicht alle vor dem Fernseher sitzen?“ Diese Gedanken bewegen Schützenkönig Herold Heu vom Schützenverein Jägerblut Urberach derzeit immer, wenn er Freitag abends beim Training der Senioren wieder viele seiner Alterskollegen vermisst. „Man muss es nur mal ausprobieren – es macht wirklich Spaß, man kann es im fortgeschrittenen Alter sogar im Sitzen betreiben und es ist sehr gesellig“, macht der 72-Jährige seinen Mit-Senioren Mut, sich an die früheren Schützenzeiten zu erinnern oder noch etwas Neues zu wagen.

Wann? Immer dienstags und freitags ab 20 Uhr im Schützenheim im Keller der Halle Urberach.

Quelle: op-online.de

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